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Kriedel: Weitere Anbieter für Konnektoren in Aussicht

01.02.2018 - Im Zuge der Anbindung der Arztpraxen an die Telematikinfrastruktur hat KBV-Vorstandsmitglied Dr. Thomas Kriedel weitere Anbieter für Konnektoren in Aussicht gestellt. Diese würden dann auch deutlich günstigere Preise aufrufen.

Kriedel zufolge sollen im ersten Halbjahr weitere Konnektoren auf den Markt kommen. So habe die Betreibergesellschaft gematik einen österreichischen Hersteller unter Vertrag genommen, der Mitte des Jahres liefern werde. Er bedauerte zugleich, dass es zurzeit nur einen großen Anbieter gibt, der liefern könne.

Zudem kündigte Kriedel an, dass es auch für den Praxisausweis (SMC-B), ohne den die Praxen nicht online gehen können, im Februar einen zweiten Anbieter geben wird. Aktuell können Praxen den Ausweis nur bei der Bundesdruckerei beziehen.

Refinanzierung garantieren lassen

Die immer wieder gestellte Frage von Ärzten und Psychotherapeuten, ob sie zuzahlen müssten, beantwortete Kriedel mit einem klaren Nein. Das Gesetz sehe vor, „dass kein Arzt eigene Kosten, eigene Selbstbeteiligung dazu leisten“ müsse. Es sei aber möglich, dass Hersteller Verträge vorlegten, „die nicht aktuell die Refinanzierung aus dem laufenden Quartal garantieren“.

Kriedel appellierte in diesem Zusammenhang an die Ärzte und Psychotherapeuten: „Lassen Sie sich von Ihrem Händler, bevor Sie unterschreiben, garantieren, dass Sie die Kosten auch refinanziert bekommen.“ Bei Unsicherheiten riet er, in den jeweiligen Kassenärztlichen Vereinigungen nachzufragen, „die über diese Themen bestens informiert sind“.

KBV fordert erneute Fristverlängerung

Generell erneuerte Kriedel die Forderung der KBV, die sanktionsbewährte Frist, in der alle Praxen an die Telematikinfrastruktur (TI) angeschlossen sein müssen, bis zum 30. Juni 2019 zu verlängern. „Damit hätten Ärzte und auch die Industrie mehr Zeit, in aller Ruhe ihre Praxen auszustatten.“

Der Gesetzgeber hatte die Frist bereits um ein halbes Jahr bis zum 31. Dezember 2018 verlängert und damit dem Umstand Rechnung getragen, dass erste Komponenten zur Anbindung der Praxen an die TI erst seit Ende vergangenen Jahres zur Verfügung stehen. Nach dem E-Health-Gesetz sind Vertragsärzte und -psychotherapeuten ab 2019 zum Versichertenstammdatenmanagement verpflichtet. Anderenfalls drohen ihnen Honorarkürzungen von pauschal einem Prozent.

Übersicht zugelassener Anbieter

Für den Anschluss an die Telematikinfrastruktur brauchen Praxen verschiedene Komponenten: Konnektor, E-Health-Kartenterminal, Praxisausweis, PVS-Anpassung, VPN-Zugangsdienst. Diese müssen von der gematik zugelassen sein. Welche Anbieter bereits für den Einsatz in der TI zugelassen sind, erfahren Arzt- und Psychotherapeutenpraxen hier. Diese Übersicht wird ständig aktualisiert.

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