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Qualitätsbericht zeigt hohes Niveau der vertragsärztlichen Versorgung

15.02.2018 - Die ambulante medizinische Versorgung der rund 72 Millionen gesetzlich krankenversicherten Patienten erfolgt in hoher Qualität. Das dokumentiert der jetzt erschienene Qualitätsbericht der KBV, der das Jahr 2016 beleuchtet. Danach unterliegen immer mehr Leistungen zusätzlichen Qualitätsanforderungen.

„Kassenpatienten können sich darauf verlassen, dass ihre Ärzte, Psychotherapeuten und deren Praxen strengen Qualitätskontrollen unterliegen und sich regelmäßig fortbilden“, betonte KBV-Vorstandsmitglied Dr. Thomas Kriedel. „Diese flächendeckende Qualitätssicherung gibt es nur in der vertragsärztlichen Versorgung, womit gesetzlich Versicherte einen großen Vorteil haben.“

Geräteprüfungen und Hygienekontrollen

Welche Maßnahmen mit welchen Ergebnissen bei den unterschiedlichen Leistungen eingesetzt wurden, listet der aktuelle Qualitätsbericht für das Berichtsjahr 2016 detailliert auf. So haben die Kassenärztlichen Vereinigungen rund 12.000 stichprobenartige Einzelfallprüfungen durchgeführt, unter anderem im Bereich Arthroskopie, Mammographie und in der Hörgeräteversorgung. Dabei wurden insgesamt 125.000 Patientendokumentationen überprüft.

Außerdem gab es im Berichtsjahr 18.000 Geräteprüfungen insbesondere von Ultraschallgeräten und 4.000 Hygienekontrollen in Praxen zur Sicherung der Qualität der Koloskopie.

Insgesamt hielten niedergelassene Ärzte Ende 2016 für verschiedene Leistungen 278.000 Genehmigungen. Das Spektrum reicht von Ultraschall- und Röntgenuntersuchungen über die Schmerztherapie bis zur Soziotherapie.

In 470 Fällen wurde im Berichtszeitraum eine Genehmigung widerrufen. Die Gründe waren unterschiedlich. So wurden Fortbildungsnachweise, Mindestfrequenzen oder gerätebezogene Anforderungen nicht erfüllt. Diese Zahl sei zwar im Verhältnis zu 278.000 Genehmigungen, die die Ärzte und Psychotherapeuten derzeit halten, eher gering, betonte Kriedel. Aber es zeige, dass Verstöße Konsequenzen haben. Ohne Genehmigung dürften die Leistungen nicht mehr zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung abgerechnet werden.

Unnötige Bürokratie verhindern

Ein Anliegen der KBV ist es, die Vorgaben zur Qualitätssicherung auch immer wieder auf den Prüfstand zu stellen, so dass Qualitätskontrollen auch entfallen oder ausgesetzt werden können. Dies sei konsequent, „wenn die Ergebnisse über einen langen Zeitraum so gut waren, dass eine weitere Prüfung nur unnötige Bürokratie bedeuten würde“, betonte Kriedel. Es gehe bei den Maßnahmen immer darum, die hohe Qualität der Patientenversorgung zu sichern und weiterzuentwickeln.

Beispielsweise fielen durch das Aussetzen der Dokumentationsprüfungen in der Akupunktur im Berichtszeitraum rund 500 Prüfungen sowie etwa 9.000 Kontrollen bei Patientendokumentationen weg.

Kennzahlen der Qualitätssicherung im Jahr 2016

  • An der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmende Ärzte und Psychotherapeuten: 169.866
  • Genehmigungen zu verschiedenen Bereichen: 277.543
  • Stichproben- / Dokumentationsprüfungen: 12.261
  • Frequenzüberprüfungen: 4.704
  • Fortbildungen gemäß spezieller Qualitätssicherungsvorgaben: 16.508
  • Gerätebezogene Prüfungen: 17.935
  • Hygieneprüfungen: 3.877
  • Widerrufe wegen Wegfall der Qualitätsvoraussetzungen sowie negativer Prüfergebnisse: 470

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