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Praxisnachrichten

Unfallversicherung: Gebühr für Überweisung wird weiterhin gezahlt

22.02.2018 - Auch nach dem Wegfall des Vordrucks F2900 im Vertrag Ärzte/Unfallversicherungsträger können Ärzte bei einer Überweisung des Versicherten die entsprechende Gebühr abrechnen.

Zum 1. Januar ist der Vertrag Ärzte / Unfallversicherungsträger zwischen KBV und der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) geändert worden.

Seitdem müssen Ärzte für die Überweisung eines Unfallverletzten an einen Durchgangsarzt, HNO-Arzt, Augen- oder Hautarzt kein Formular mehr ausfüllen. Der Überweisungsvordruck „Formtext F2900“ wurde ersatzlos gestrichen.

Vergütung erfolgt weiterhin

Dass der Arzt den Unfallverletzten zu einem Durchgangsarzt, HNO-Arzt, Augen- oder Hautarzt schickt, wird dem Arzt aber weiterhin vergütet – auch wenn der DGUV-Vordruck weggefallen ist.

Diese Vergütung erfolgt weiterhin über die Gebührennummer 145 der für die Unfallversicherung geltenden Gebührenordnung UV-GOÄ. Die Gebühr beträgt derzeit 3,77 Euro. Ärzte geben die Gebührennummer 145 bei ihrer direkten Abrechnung mit dem Unfallversicherungsträger des Patienten an.

Ärztliche Behandlung von Unfallverletzten

Jeder Vertragsarzt darf Unfallverletzte nach Arbeitsunfällen oder Wegeunfällen behandeln. Dabei ist zu beachten, dass Unfallverletzte mit isolierten Augenverletzungen oder Hals-, Nasen- und Ohrenverletzungen direkt einem entsprechenden Facharzt vorzustellen sind.

D-Ärzte

Einem Durchgangsarzt (D-Arzt) sind Unfallverletzte immer dann vorzustellen, wenn:

  • die Unfallverletzung über den Unfalltag hinaus zur Arbeitsunfähigkeit führt, oder
  • die notwendige ärztliche Behandlung voraussichtlich über eine Woche andauert, oder
  • Heil- und Hilfsmittel zu verordnen sind, oder
  • es sich um eine Wiedererkrankung aufgrund von Unfallfolgen handelt.

Vielfach wird der Unfallverletzte nach der ergänzenden durchgangsärztlichen Untersuchung dem vorstellenden Arzt zur weiteren Behandlung zurück überwiesen.

Sofern erforderlich, begleitet der D-Arzt den Heilverlauf an bestimmten Terminen (Nachschau). Werden Heil- und Hilfsmittel erforderlich, kann der D-Arzt diese bei der Nachschau verordnen. (Quelle: DGUV)

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