Logo-KBV

KBV Hauptnavigationen:

Sie befinden sich:

 

Praxisnachrichten

Tipps zum Schutz vor Computerviren und Betrüger-E-Mails

01.03.2018 - Arztpraxen sind für besonders sensible Patientendaten verantwortlich. Gleichzeitig können auch sie Opfer von Betrügern werden, die E-Mails mit gefährlichen Links und Anhängen verschicken. Praxen können Vorkehrungen treffen, um sich vor solchen Angriffen zu schützen.

Ein erster Schritt hin zu mehr Computersicherheit ist, einige wichtige Grundsätze beim Surfen im Internet und beim Öffnen von E-Mails zu beachten und alle Praxismitarbeiter für dieses Thema zu sensibilisieren.

Regelmäßiges Update

Darüber hinaus gilt: Auch bei Computern ist der beste Schutz die Vorsorge. Schadsoftware sollte erst gar nicht auf den Praxisrechner gelangen können. Dabei hilft ein regelmäßiges Update des Betriebssystems, des Browsers und sämtlicher genutzter Software – in Kombination mit einer aktuellen Antiviren-Software.

Firewall installieren

Ein Virus kann ansonsten schon allein durch den Besuch einer entsprechend präparierten Webseite den Praxisrechner infizieren. Praxen sollten bei der Internetnutzung in jedem Fall auch eine Firewall aktivieren, die eine virtuelle Schutzmauer vor Angriffen von Außen auf den eigenen Computer darstellt. Im Gegensatz zu einer Antiviren-Software sollte die Firewall allerdings von einem Fachmann konfiguriert werden, damit sie richtig arbeitet und das Praxissystem schützt.

Auf den E-Mail-Absender achten

Cyberkriminelle versuchen auch, ihre Schadsoftware per E-Mail mit Dateianhang oder über Verlinkungen zu verteilen. Daher gilt es, beim Öffnen von E-Mails und insbesondere den Dateianhängen und mitgeschickten Links größte Vorsicht walten zu lassen.

Der E-Mail-Empfänger sollte stets die Identität des Absenders prüfen – E-Mail-Adressen lassen sich durch Cyberkriminelle leicht fälschen. Handelt es sich wirklich um die bekannte E-Mail-Adresse oder wird beispielsweise nur der Name des Absenders angezeigt und es ist eine unbekannte Adresse hinterlegt? Im Zweifelsfall sollten Dateianhänge beziehungsweise Links nicht geöffnet werden.

Beliebt sind auch E-Mails, die den Nutzer auffordern, sich auf einer ihm bekannten Website mit seinen Anmeldedaten einzuloggen, um beispielsweise bestimmte Angaben zu überprüfen. Meldet er sich über den mitgeschickten Link an, können die Betrüger Nutzernamen und Passwort ganz einfach aufzeichnen und klauen.

Back-up für den Ernstfall: Daten regelmäßig sichern

Eine wirkungsvolle Absicherung für den Ernstfall bieten Datensicherungen – sogenannte Back-ups. Sollte ein Praxisrechner von einem Virus betroffen sein, können die verlorenen Daten darüber wiederhergestellt werden. Moderne Verschlüsselungstrojaner sind allerdings mittlerweile in der Lage, auch die Daten in angeschlossenen Netzlaufwerken und auf externen Festplatten mit zu verschlüsseln.

Ein Back-up, das zum Beispiel auf einer externen, aber weiterhin angeschlossenen Festplatte abgelegt wird, wäre dadurch ebenfalls verloren und somit wertlos. Daher ist es wichtig, Back-ups auf Speichermedien abzulegen, die nicht dauerhaft mit dem potenziell betroffenen Praxisrechner verbunden sind.

Back-up-Konzept ratsam

Darüber hinaus ist es ratsam, gemeinsam mit einem Fachmann ein sogenanntes Back-up-Konzept zu erstellen. In diesem Konzept sollten die folgenden Fragen geklärt werden: Welche Daten sollen gesichert werden? In welchen Abständen soll die Sicherung erfolgen? Wie sollen die Daten gesichert werden (vollständig oder inkrementell)? Welche Personen sind für die Sicherung verantwortlich und wer hat Zugriff auf die gespeicherten Daten?

Nicht zuletzt sollte der Dienstleister in einem sogenannten Recovery-Test regelmäßig überprüfen, ob die gesicherten Daten fehlerfrei zurückgespielt werden können, damit im Ernstfall alles funktioniert.

Unterstützung durch Spezialisten

Unterstützung bei der Installation einer Antiviren-Software, der richtigen Konfiguration einer Firewall oder der Implementierung eines Datensicherungskonzeptes erhalten Praxen auch bei ihrem Praxisverwaltungssystem-Hersteller.

Mehr zum Thema

zu den PraxisNachrichten