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KBV-Vorstand sucht Dialog mit künftiger Regierung

KBV-Vorstand sucht Dialog mit künftiger Regierung

08.03.2018 - Die KBV will in einen sachlichen Dialog mit der neuen Bundesregierung treten. Das kündigte der KBV-Vorstandsvorsitzende Dr. Andreas Gassen an. Ein zentrales Thema in den Gesprächen werde der steigende Bedarf der Bevölkerung an medizinischen Leistungen sein.

Nach Ansicht des KBV-Chefs bedarf es dringend Lösungen, wie mit dem wachsenden Leistungsbedarf umzugehen ist. „Die Politik hat den Wunsch, den Patienten mehr Leistungen anzubieten. Die logische Konsequenz ist, dass endlich die leistungsfeindlichen Budgets abgeschafft werden“, forderte Gassen.

Er erinnerte daran, dass die Honorarbudgets Anfang der neunziger Jahre und damit zu einer Zeit eingeführt wurden, als die Politik die Leistungsausweitung vor allem aufgrund der schlechten Finanzlage der gesetzlichen Krankenversicherung begrenzen wollte. Es gebe heute überhaupt keinen Grund mehr, „hier mit irgendwelchen fadenscheinigen Argumenten der Beitragssatzstabilität zu argumentieren.“

Gespräche mit der Politik

Gassen kündigte an, über diese und weitere Themen so schnell wie möglich mit dem künftigen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sprechen zu wollen. Keiner könne ernsthaft erwarten, dass Ärzte und Psychotherapeuten unbegrenzt immer mehr Leistungen anbieten, wenn auf der anderen Seite das Geld gedeckelt sei.

Der KBV-Chef nannte den designierten Bundesgesundheitsminister einen „versierten Kenner des Gesundheitswesens“, der über eine hohe Sachkompetenz verfüge. „Wir sind von daher optimistisch, dass es Herrn Spahn in erster Linie um die Weiterentwicklung eines hervorragenden Gesundheitswesens geht und nicht um dessen Zerschlagung“, betonte er.

Starke Selbstverwaltung

Es sei entscheidend, dass die Selbstverwaltung weiterhin den Stellenwert bekomme, der ihr zustehe. Spahn sei gut beraten, auf die Stärken der Selbstverwaltung und der Gesamtvertragspartner zu setzen, sagte Gassen.

Der stellvertretende KBV-Vorstandsvorsitzende Dr. Stephan Hofmeister wies darauf hin, dass die Kassenärztlichen Vereinigungen und die KBV bereits „eine Menge konstruktiver Angebote und Lösungsvorschläge erarbeitet haben“. Ein Beispiel sei die Neuorganisation der ambulanten Notfallversorgung. Hier gebe es in den Regionen bereits viele gut funktionierende Angebote.

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