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Verordnungssoftware leichter wechseln

KBV erleichtert den Wechsel von Verordnungssoftware

15.03.2018 - Vertragsärzte sollen ihre Verordnungssoftware künftig leichter wechseln können. Das kündigte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der KBV, Dr. Stephan Hofmeister, in einem Video-Interview an. Er wies darauf hin, dass die KBV bereits an einer technischen Lösung arbeite.

Derzeit müssen Ärzte auf ein anderes Praxisverwaltungssystem (PVS) umstellen, wenn die eingebaute Verordnungsfunktion nicht ihren Ansprüchen genügt oder zu teuer ist. Doch ein Wechsel sei äußerst aufwendig, erläuterte Hofmeister. Dadurch seien Ärzte praktisch gezwungen, bei der ursprünglich angebotenen Software zu bleiben.

Künftig wird es möglich sein, die Verordnungsfunktionalität auszutauschen und den Rest des Praxisverwaltungssystems beizubehalten. Grundlage dafür ist eine einheitliche technische Schnittstelle. Damit sei der Arzt unabhängig und könne sich die Verordnungssoftware aussuchen, die ihm und seiner Praxis am besten zusage, sagte der stellvertretende KBV-Chef.

KBV erzielt Verbesserung für Praxen

Auf Drängen der KBV hat der Gesetzgeber die Möglichkeit eröffnet, dass die Kassenärztliche Bundesvereinigung für die niedergelassenen Ärzte solche Schnittstellen definieren darf. Dies sei ein Paradigmenwechsel und ein erster Schritt in die richtige Richtung, unterstrich Hofmeister.

Er erinnerte daran, dass selbst kleine Gesetzesänderungen dazu führten, dass Softwarehersteller den Praxen häufig nicht ganz kostengünstige Softwarelösungen anbieten würden. Die Ärzte seien dann verpflichtet, diese zu übernehmen, kritisierte er. Ein Beispiel dafür sei der bundeseinheitliche Medikationsplan gewesen, der in die Praxissoftware integriert werden musste.

Umsetzung in zwei Jahren

Hofmeister bittet die Praxen noch um etwas Geduld: Zunächst erhalten bis Ende Juni 2018 alle Hersteller die technischen Spezifikationen, um die entsprechende Schnittstelle zu entwickeln. Ab da haben sie eine gesetzlich vorgegebene Frist von zwei Jahren für die Umsetzung.

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