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Praxisnachrichten

So können Ärzte ab April einen Wirtschaftlichkeitsbonus Labor erhalten - Praxisinformation erläutert neue Systematik

15.03.2018 - Ärzte können bei wirtschaftlicher Veranlassung und Erbringung von Laborleistungen einen Wirtschaftlichkeitsbonus erhalten. Ab 1. April erfolgt die Berechnung nach einer neuen Systematik und auf Basis aktueller Leistungsdaten. Die KBV stellt die Neuerungen in einer Praxisinformation vor und erläutert, wie der Bonus berechnet wird.

Nach der neuen Systematik gibt es zwei entscheidende Parameter für die Bestimmung des Wirtschaftlichkeitsbonus: die tatsächlich veranlassten und eigenerbrachten Laborkosten der Praxis und die arztgruppenspezifischen Fallwerte. Letztere sind neu und geben vor, wie hoch die durchschnittlichen Kosten je Behandlungsfall sein dürfen, um den Wirtschaftlichkeitsbonus zu erhalten. Beide Werte werden schließlich miteinander verglichen.

Bonus von einigen tausend Euro möglich

Ein genauer Blick lohnt sich: Denn der Wirtschaftlichkeitsbonus kann den Überschuss einer Praxis steigern. Je nach Fachgruppe und Zahl der Behandlungsfälle können das einige tausend Euro im Jahr sein.

Arztgruppenspezifische Fallwerte bieten Orientierung

Ein gute Orientierung bieten die neuen arztgruppenspezifischen Fallwerte: Ärzte können so jederzeit abschätzen, wie sie mit ihren Laborkosten pro Fall im Vergleich zur arztgruppenspezifischen Vorgabe liegen und ob sie einen Bonus erhalten können. Die arztgruppenspezifischen Fallwerte sind im Einheitlichen Bewertungsmaßstab abgebildet. In deren Berechnung sind alle Laborleistungen eingeflossen, die von der jeweiligen Arztgruppe bisher selbst durchgeführt oder veranlasst wurden.

Änderungen gibt es außerdem bei den Untersuchungsindikationen mit einer Kennnummer. Die dahinterliegenden Laborleistungen werden aus den Laborkosten der Praxis herausgerechnet und sind somit nicht für den Wirtschaftlichkeitsbonus relevant.

Wirtschaftlichkeitsbonus soll Kostenanstieg bremsen

Die Umstellung auf die neue Berechnungssystematik erfolgt im Zuge der ersten Stufe der Laborreform, die zum 1. April beginnt. Hintergrund sind die seit Jahren steigenden Ausgaben im Laborbereich. Diese wachsen deutlich schneller als die morbiditätsbedingte Gesamtvergütung, sodass der Kostenanstieg zulasten anderer Leistungen geht.

Der Wirtschaftlichkeitsbonus incentiviert die wirtschaftliche Veranlassung von Laboruntersuchungen und soll so den Kostenanstieg bremsen. Veränderungen in der Versorgung, zum Beispiel in der Onkologie, wurden zuletzt nicht mehr ausreichend berücksichtigt. Die KBV und der GKV-Spitzenverband haben deshalb eine neue Systematik zur Berechnung des Bonus entwickelt.

Praxisinformation stellt Details vor

In der Praxisinformation erfahren Ärzte, wann sie einen Wirtschaftlichkeitsbonus erhalten können und wie er sich berechnet. Anhand von Beispielen wird die neue Berechnungssystematik näher erläutert. Einen Schwerpunkt bilden die Untersuchungsindikationen mit Kennnummern; alle wesentlichen Neuerungen werden in der Praxisinformation vorgestellt.

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