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Praxisnachrichten

Ab April: Monatliche Aktualisierung der Arzneimittelsoftware

22.03.2018 - Ab 1. April gibt es ein monatliches Update für die Arzneimittelstammdaten, das Praxen installieren müssen. Neu ist ferner, dass die Verordnungssoftware die Pharmazentralnummer automatisch auf das Rezept druckt.

Das Praxisverwaltungssystem (PVS) wird den Arzt zukünftig auch darüber informieren, dass die Aktualität der Arzneimittelstammdaten abgelaufen ist und ein Update erforderlich ist. Wenn die Installation seit fünf Arbeitstagen überfällig ist, erscheint bei erstmaligem Aufruf der Software ein entsprechender Hinweis.

Unklaren Verordnungen wird ab April dadurch vorgebeugt, dass die Software die Pharmazentralnummer der verordneten Arzneimittel automatisch auf das Rezept druckt. Mögliche Fehlinterpretationen durch den Apotheker sowie zeitaufwendige Rückfragen an die Arztpraxis werden hierdurch zukünftig deutlich reduziert.

Kompromisslösung bei Aktualisierungsfrequenz

Die neuen Vorgaben waren insbesondere aufgrund gesetzlicher Änderungen durch das E-Health-Gesetz erforderlich geworden. Es sieht unter anderem vor, dass Vertragsärzte für die Verordnung von Arzneimitteln nur solche Programme nutzen dürfen, die Informationen zu Arzneimitteln wie Preise oder Inhalte der Arzneimittel-Richtlinie mit dem jeweils aktuellen Stand enthalten.

Die zum 1. April in Kraft tretenden Neuerungen sind das Ergebnis der im August 2017 unter Vermittlung des Bundesschiedsamts abgeschlossenen Vereinbarung zum Anforderungskatalog für Verordnungssoftware (die PraxisNachrichten berichteten).

Strittig war in diesem Zusammenhang insbesondere die Aktualisierungsfrequenz der Arzneimittelstammdaten. Bislang erfolgt sie mindestens quartalsweise. Der GKV-Spitzenverband hatte in den Verhandlungen ein 14-tägiges Update gefordert. Die KBV konnte vor dem Bundesschiedsamt durchsetzen, dass es zunächst ein monatliches Update gibt.

Eine 14-tägige Aktualisierungsfrequenz wird erst zu einem späteren Zeitpunkt verpflichtend, nachdem die Softwareanbieter eine standardisierte Schnittstelle eingeführt haben und Ärzte dadurch leichter die Arzneimitteldatenbank beziehungsweise die Verordnungssoftware wechseln können (die PraxisNachrichten berichteten).

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