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Praxisnachrichten

Möglichkeiten der digitalen Überweisung ausgeweitet

29.03.2018 - Ab April können Ärzte für weitere Fälle die digitale Überweisung auf Muster 6 nutzen. Sie ist immer dann möglich, wenn für die Leistung kein Kontakt zwischen dem Patienten und dem Arzt erforderlich ist, zu dem überwiesen wird.

Das digitale Muster 6 kann damit beispielsweise für Überweisungen zum Pathologen, für die Auswertung von Langzeit-EKG-Daten oder für die Übermittlung von Daten für ein geriatrisches Assessment genutzt werden.

Die ersten Vordrucke, die digital verschickt werden konnten, sind die Laborüberweisung (Muster 10), die Anforderung von Laboruntersuchungen bei Laborgemeinschaften (Muster 10A) sowie die digitale Überweisung zum radiologischen Telekonsil.

Anwendung ist freiwillig

Die Anwendung ist für Ärzte freiwillig. Praxen können weiterhin konventionelle Muster oder die Blankoformularbedruckung nutzen. Wenn sie auf die digitalen Vordrucke umsteigen wollen, benötigen sie unter anderem eine zertifizierte Software und eine sichere Verbindung zur Datenübermittlung. Zum elektronischen Unterzeichnen der Überweisung wird zudem der elektronische Heilberufsausweis benötigt.

Was Praxen für die Nutzung digitaler Vordrucke benötigen

Praxissoftware

Die Praxissoftware, die zum Erstellen und Auslesen digitaler Muster genutzt wird, muss von der KBV zertifiziert sein. Zulassungslisten für Softwaresysteme veröffentlicht die KBV unter dem folgenden Link:

Zulassungslisten für Softwaresysteme

eHBA, Kartenterminal und Signatursoftware

Für das Unterzeichnen der digitalen Laborüberweisung auf Muster 10 benötigen Ärzte einen elektronischen Heilberufeausweis (eHBA), ein Kartenterminal, das den eHBA einlesen kann, sowie eine Signatursoftware.

Der eHBA wird bei der zuständigen Landesärztekammer beantragt. Zum Kartenterminal und zur Signatursoftware sollten sich Praxen mit ihrem Softwareanbieter abstimmen: Gegebenenfalls kann ein bereits in der Praxis vorhandenes Kartenterminal genutzt werden, wenn dieses den eHBA einlesen kann. Die Signatursoftware ist in der Regel bereits Bestandteil der für die digitalen Vordrucke genutzten Praxissoftware.

Hinweis: Für die digitale Verwendung des Musters 10A sind Heilberufeausweis, Kartenterminal und Signatursoftware nicht erforderlich, da der Anforderungsschein für Laboruntersuchungen bei Laborgemeinschaften nicht unterschrieben wird.

Technik zum Versand der Formulare

Um sicherzustellen, dass die auf den digitalen Vordrucken enthaltenen sensiblen Daten vor dem Zugriff Unbefugter geschützt sind, sind die Sicherheitsstandards hoch: So muss während der Übermittlung eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der Inhalte gewährleistet sein. Zudem muss bei der Übertragung eine Transport-Signatur verwendet werden, die verhindert, dass die Daten unbemerkt verändert werden können.

Voraussetzung ist auch, dass die für Verschlüsselung und Transport-Signatur verwendeten Verfahren vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfohlen sind. Darüber hinaus muss gewährleistet sein, dass Absender und Empfänger eindeutig identifiziert werden können.

Diese Anforderungen erfüllt beispielsweise der Kommunikationsdienst KV-Connect, der im Sicheren Netz der Kassenärztlichen Vereinigungen (SNK) bereitgestellt wird.

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