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Praxisnachrichten

Spezial-Labor: Neue Qualitätssicherungsvereinbarung in Kraft

05.04.2018 - Zum 1. April ist die neue Qualitätssicherungsvereinbarung Spezial-Labor in Kraft getreten. Sie regelt, welche Voraussetzungen Ärzte erfüllen müssen, um laboratoriumsmedizinische Leistungen der EBM-Abschnitte 32.3 und 1.7 abzurechnen.

Ärzte, die diese Leistungen abrechnen möchten, benötigen eine Genehmigung ihrer Kassenärztlichen Vereinigung (KV) nach der neuen Qualitätssicherungsvereinbarung Spezial-Labor. Die Vereinbarung ersetzt die Richtlinie der KBV für die Durchführung von Laboratoriumsuntersuchungen.

In der Vereinbarung sind auch die Anforderungen für die Überprüfung der internen und externen Qualitätssicherung für Leistungen des EBM-Abschnitts 32.3 und entsprechender laboratoriumsmedizinischer Leistungen des EBM-Abschnitts 1.7 festgelegt. Die Anforderungen basieren auf der Richtlinie der Bundesärztekammer zur Qualitätssicherung laboratoriumsmedizinischer Untersuchungen (Rili-BÄK).

Genehmigung: Das sind die Anforderungen

Ärzte müssen für eine Genehmigung wie bisher an einem Kolloquium teilnehmen. Hier werden die fachliche Befähigung geprüft und jetzt neu auch Inhalte der Rili-BÄK abgefragt.

Vom Kolloquium ausgenommen sind wie bisher Laboratoriumsmediziner sowie für gebietsspezifische Leistungen auch Mikrobiologen und Transfusionsmediziner.

Die KV erteilt die Genehmigung mit der Auflage, dass der Arzt innerhalb von zwölf Monaten ein internes Qualitätsmanagement nachweist. Nur dann wird die Genehmigung entfristet.

Stichprobenprüfungen

Die KVen prüfen jährlich bei 15 Prozent der Ärzte mit einer Genehmigung das interne und externe Qualitätsmanagement entsprechend der Rili-BÄK.

Ärzte, die die Anforderungen erfüllen und ohne Beanstandungen geprüft wurden, werden für einen Zeitraum von fünf Jahren von den Stichprobenprüfungen ausgenommen.

Sonderregelung für akkreditierte Labore

Legt ein Arzt eine gültige Akkreditierungsurkunde entsprechend der DIN-Norm „DIN EN ISO 15189“ bei seiner KV vor, gilt der Nachweis zum internen und externen Qualitätsmanagement als erfüllt.

Regelung für Ärzte mit einer bestehenden Genehmigung

Vertragsärzte, die bereits vor dem 1. April 2018 eine Genehmigung zur Abrechnung laboratoriumsmedizinischer Untersuchungen des Abschnitts 32.3 erhalten haben und regelmäßig entsprechende laboratoriumsmedizinische Untersuchungen durchgeführt und abgerechnet haben, behalten diese Genehmigung.

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