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Praxisnachrichten

KBV und KVen warnen vor digitalem Zugriff auf Arztdokumentation

12.07.2018 - Es darf keinen Zugriff auf die Praxissoftware von außen und kein Auslesen von Patientendaten geben. Das haben die Vorstände der KBV und der 17 KVen heute in einer gemeinsamen Erklärung an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn gefordert. Entsprechenden Plänen zur technischen Umsetzung der elektronischen Patientenakte erteilten sie eine klare Absage.

Der strukturierte und sichere Austausch von Behandlungsdaten unter den Vertragsärzten und Vertragspsychotherapeuten und deren Weitergabe an die Patienten sei ein elementares Ziel im digitalen Zeitalter, „das wir alle gemeinsam verfolgen“, heißt es in der Erklärung. Man werde aber keine Systeme akzeptieren, „die in die Praxissysteme eingreifen, wie sie von einer Kassenart derzeit propagiert werden“.

Vertrauensverhältnis gefährdet

Die Vorstände von KBV und den Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) sehen dadurch die höchst vertrauliche Arzt-Patienten-Kommunikation extrem gefährdet. Sie sei ein wesentliches Selbstverständnis des ärztlichen und psychotherapeutischen Berufes und bedürfe eines besonderen Vertrauensschutzes.

„Wir werden im Sinne unserer Mitglieder nicht zulassen, dass diese besondere Beziehung zu unseren Patienten durch technische Lösungen aufgebrochen wird, die einen direkten Zugriff in die vertrauliche Arztdokumentation beinhalten.“

Bekenntnis zur elektronischen Akte

Die Vorstände machen in ihrer Erklärung gleichzeitig deutlich, dass sie eine Übermittlung von standardisierten Behandlungsdaten an eine lebenslange und kontinuierlich verfügbare elektronische Akte je Patient unterstützen.

Hierbei müsse die Datenhoheit für die elektronische Patientenakte bei den Patienten liegen. Die in der elektronischen Arztakte dafür erforderlichen Datenstandards und damit verbundenen Schnittstellen der Praxisverwaltungssysteme müssten für die Ärzte und Psychotherapeuten von der KBV definiert werden.

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