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TI nimmt Fahrt auf

TI-Anbindung: Kein Kostenrisiko für Ärzte bei großen Anbietern

20.09.2018 - Bei der Anbindung der Praxen an die Telematikinfrastruktur geht es voran. KBV-Vorstandsmitglied Dr. Thomas Kriedel rechnet damit, dass die große Masse der Ärzte und Psychotherapeuten in den nächsten Wochen die nötige Technik bestellen wird.

Bis vor kurzem habe es nur einen Hersteller gegeben, der überhaupt Konnektoren liefern konnte, sagte Kriedel in einem Video-Interview mit KV-on. Insofern sei für viele Praxen ein Anschluss an die Telematikinfrastruktur (TI) kaum möglich gewesen. Jetzt seien die Voraussetzungen geschaffen.

Mit T-Systems gibt es seit Anfang des Monats neben der CompuGroup einen zweiten Hersteller von Konnektoren. Weitere Anbieter werden für das vierte Quartal erwartet.

Preise durch Erstattungspauschalen gedeckt

Nach Angaben von Kriedel bieten die beiden großen Herstellergruppen von Praxisverwaltungssystemen inzwischen Bundle zu Preisen an, die durch die Erstattungspauschalen der Krankenkassen gedeckt sind. „Wer bei diesen Gruppen bestellt, geht kein Kostenrisiko ein“, sagte er. Das betreffe auch das vierte Quartal.

Nach Information der gematik sind von den bundesweit etwa 150.000 Arzt-, Psychotherapeuten- und Zahnarztpraxen zurzeit erst 25.000 bis 30.000 an die TI angeschlossen, wie Kriedel sagte. Bis Jahresende würden es maximal 50.000 sein.

Sanktionsfrist muss verlängert werden

„Die Verschiebung der Sanktionsfrist ist unbedingt notwendig“, betonte das Vorstandsmitglied. Denn es liege nicht an den Ärzten und Psychotherapeuten, dass ihre Praxen noch nicht angeschlossen werden konnten. Insofern seien Sanktionen von einem Prozent Honorarabzug, wie es im Gesetz vorgesehen sei, „unzumutbar“.

KVen geben detailliert Auskunft

Aus Sicht Kriedels sollten Ärzte und Psychotherapeuten nun „möglichst die Komponenten bestellen“, die sie zum Anschluss an die TI benötigten. Wer nicht bei den beiden großen Herstellergruppen ordere, sollte sich vergewissern, ob auch alle Komponenten in dem Preisangebot enthalten seien. Bei Unsicherheiten empfahl er das Internetangebot der KBV zu nutzen oder sich an die Kassenärztlichen Vereinigungen zu wenden, die detailliert Auskunft geben könnten.

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