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Praxisnachrichten

Genehmigungsverfahren für kurative Mammographien vereinfacht

11.10.2018 - Das Genehmigungs- und Prüfverfahren zur kurativen Mammographie läuft seit 1. Oktober einfacher ab. Dazu wurde die Qualitätssicherungsvereinbarung neu gefasst. Die Erleichterungen betreffen hauptsächlich den Nachweis der apparativen Anforderungen sowie die Fallsammlungsprüfungen.

Nachweis der apparativen Voraussetzungen erleichtert

Ärzte haben zukünftig zwei Möglichkeiten, gegenüber ihrer Kassenärztlichen Vereinigung (KV) nachzuweisen, dass die apparativen Voraussetzungen erfüllt sind. Neben einigen ergänzenden Anforderungen an Mammographie-Einrichtungen, die durch eine Gewährleistungserklärung des Herstellers nachgewiesen werden können, gelten die Voraussetzungen in folgenden Fällen als erfüllt: Wenn Ärzte entweder eine Genehmigung nach der Röntgenverordnung (Paragraf 3 Absatz 1) oder eine Anzeigenbestätigung der hierfür in dem jeweiligen Bundesland zuständigen Behörde (Paragraf 4 Absatz 1) vorlegen.

Liegt keine Bestätigung vor, können Ärzte auch die für das Anzeigeverfahren eingereichten Unterlagen sowie eine Erklärung, dass der Betrieb durch die Behörde nicht untersagt wurde, bei ihrer KV einreichen.

Anerkennung von Fallsammlungsprüfungen

Neu ist ferner, dass Fallsammlungsprüfungen, die erfolgreich im Mammographie-Screening-Programm absolviert wurden, jetzt auch als Genehmigungsvoraussetzung für den Bereich der kurativen Mammographie anerkannt werden können. Sie werden auch als Voraussetzung für die Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung der fachlichen Befähigung akzeptiert.

Die Fallsammlungen werden vom Kompetenzzentrum Kurative Mammographie zusammengestellt und regelmäßig erweitert. Ärzte können den Aufbau des Fallpools unterstützen und dafür geeignete und im Hinblick auf die Patientinnen pseudonymisierte Mammographie-Aufnahmen einreichen.

Ab 2022 Neuzulassung nur noch für digitale Geräte

Zudem wurde vereinbart, ab dem Jahr 2022 nur noch digitale Mammographiegeräte neu zuzulassen. Das Bildformat muss zukünftig eine Fläche von mindestens 24 mal 26 Quadratzentimetern aufweisen. Für den Datentransfer wird das DICOM-Format vorgeschrieben. Geräte, die bis zum 31. Dezember 2021 genehmigt wurden, können auch danach weiter verwendet werden.

Qualitätssicherung der kurativen Mammographie

Die Qualitätssicherungsvereinbarung zur kurativen Mammographie regelt unter anderem die Anforderungen an die fachliche Befähigung und die apparative Ausstattung, die Ärzte für eine Abrechnungsgenehmigung nachweisen müssen. Darüber hinaus enthält die Vereinbarung verschiedene Maßnahmen, mit denen eine hohe Untersuchungsqualität gewährleistet und gefördert werden kann. Die KBV evaluiert diese kontinuierlich. Die Ergebnisse fließen in die Überarbeitung der Mammographie-Vereinbarung ein.

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