Logo-KBV

KBV Hauptnavigationen:

Sie befinden sich:

 

Praxisnachrichten

Heilmittelverordnungen: ab 1. Juli immer ICD-10-GM-Code angeben

19.06.2014 - Ab 1. Juli 2014 müssen Vertragsärzte auf jeder Heilmittelverordnung den therapierelevanten ICD-10-GM-Code angeben. Dies betrifft Muster 13 „Physikalische Therapie/Podologische Therapie“, Muster 14 „Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie“ und Muster 18 „Ergotherapie“.

Darauf haben sich der GKV-Spitzenverband und die KBV bei der Vereinbarung der Rahmenvorgaben Heilmittel für das Jahr 2014 verständigt. Hiervon kann nur in begründeten Ausnahmefällen abgewichen werden, beispielsweise bei Verordnungen im Rahmen eines Hausbesuchs. Bei Verordnungen aufgrund von bundeseinheitlichen Praxisbesonderheiten und bei langfristigem Heilmittelbedarf ist die Angabe des ICD-10-GM-Codes bereits jetzt Pflicht.

Endstelligen ICD-10-GM-Code angeben

Der ICD-10-GM-Code muss stets endstellig angegeben werden. Das bedeutet, dass der ICD-10-GM-Code einschließlich der letzten Stelle definiert werden muss: beispielsweise G35.20 und nicht nur G35.2- oder G35.-. Unterstützt das Praxisverwaltungssystem (PVS) die Eingabe beziehungsweise Auswahl der endstelligen Codes nicht, sollten sich Ärzte an ihren Softwareanbieter wenden.

Rahmenvorgaben Heilmittel

Für Heilmittel müssen die KBV und der GKV-Spitzenverband – ebenso wie für Arzneimittel – jedes Jahr Rahmenvorgaben vereinbaren. Diese sind Voraussetzung für die regionalen Heilmittelvereinbarungen, in denen das verfügbare Ausgabenvolumen für das jeweilige Folgejahr festgelegt wird.

Die „Vereinbarung über Praxisbesonderheiten für Heilmittel unter Berücksichtigung des langfristigen Heilmittelbedarfs“ ist zum 1. Januar 2013 in Kraft getreten. Die KBV und der GKV-Spitzenverband haben sie geschlossen, um die Versorgung dauerhaft schwer kranker Patienten, die einen höheren Heilmittelbedarf haben, zu verbessern. Damit wurde ein gesetzlicher Auftrag umgesetzt.

Mehr zum Thema

zu den PraxisNachrichten