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Stand 24.02.2015

Veranstaltungen

Tagung: Praxisorientierung in Aus- und Weiterbildung

Best Practice und Perspektiven

Am 24. Februar fand in Berlin eine Tagung zur Zukunft der Aus- und Weiterbildung des ärztlichen Nachwuchses statt. Sie wurde gemeinsam von KBV und Bundesärztekammer (BÄK) veranstaltet und folgte der Frage, wie Weiterbildung konkreter am ambulanten Versorgungsbedarf orientiert werden könne.

  • Dr. med Max Kaplan, Dr. Roland Stahl und Dipl.-Med. Regina Feldmann auf der Pressekonferenz zur Tagung ©Foto: Lisa Struwe

    Dr. med Max Kaplan, Dr. Roland Stahl und Dipl.-Med. Regina Feldmann auf der Pressekonferenz zur Tagung ©Foto: Lisa Struwe

  • Dr. med Max Kaplan, Dr. Roland Stahl und Dipl.-Med. Regina Feldmann auf der Pressekonferenz zur Tagung ©Foto: Lisa Struwe

    Dr. med Max Kaplan, Dr. Roland Stahl und Dipl.-Med. Regina Feldmann auf der Pressekonferenz zur Tagung ©Foto: Lisa Struwe

  • Dipl.-Med. Regina Feldmann eröffnet die Veranstaltung und begrüßt die Gäste ©Foto: Lisa Struwe

    Dipl.-Med. Regina Feldmann eröffnet die Veranstaltung und begrüßt die Gäste ©Foto: Lisa Struwe

  • Zahlreiche Teilnehmer sind auf der Tagung anwesend. ©Foto: Lisa Struwe

    Zahlreiche Teilnehmer sind auf der Tagung anwesend. ©Foto: Lisa Struwe

  • Dr. med Max Kaplan hält eine Eröffnungsrede ©Foto: Lisa Struwe

    Dr. med Max Kaplan hält eine Eröffnungsrede ©Foto: Lisa Struwe

″Das gilt nicht nur für die Allgemeinmedizin. Der Erwerb fachübergreifender Kompetenzen, etwa in der Arzt-Patienten-Kommunikation, sollte stärker im Fokus stehen.″ Dipl.-Med. R. Feldmann

KBV-Vorstand Dipl.-Med. Regina Feldmann betonte in ihrem Grußwort, dass schon in der Ausbildung der jungen Ärzte Verbesserungen erreicht werden müssen: „Das gilt nicht nur für die Allgemeinmedizin. Der Erwerb fachübergreifender Kompetenzen, etwa in der Arzt-Patienten-Kommunikation, sollte stärker im Fokus stehen.“

Feldmann wies außerdem darauf hin, dass hierfür strukturell-organisatorische Maßnahmen für eine sektorenübergreifende Ausbildung nötig seien. „Doch nicht nur die Lernenden, auch die Lehrenden sollten profitieren, etwa durch Didaktik-Seminare zur Weiterentwicklung der Lehrbefähigung der Ausbilder – also Lehrärzte und Weiterbildungsbefugte“, ergänzte sie.

Für den BÄK-Vizepräsidenten Dr. Max Kaplan gehört zu einer Reform der Aus- und Weiterbildung auch eine optimierte Auswahl der Studienplatzbewerber. Für die Stärkung der Allgemeinmedizin brauche es mehr Praxisnähe im Studium. Er verwies auf in diesem Zusammenhang auf den von der Bundesregierung angekündigten Masterplan Medizinstudium 2020.

″Vorrangig im ambulanten Bereich anfallende Tätigkeiten sollen spezifisch abgebildet werden. Auch wollen wir berufsbegleitende Weiterbildungsmöglichkeiten, Hospitationen oder neu entwickelte Lernmethoden im Weiterbildungsrecht implementieren...″ Dr. med Max Kaplan

Mit Blick auf die ambulante Weiterbildung betonten Feldmann und Kaplan, dass die Gewährung mindestens gleicher tariflicher Konditionen wie an den stationären Weiterbildungsstätten unerlässliche Voraussetzung sei. Kaplan berichtete, dass die Stärkung der ambulanten Weiterbildung auch Gegenstand der Diskussionen um die Novellierung der (Muster-)Weiterbildungsordnung sei. „Vorrangig im ambulanten Bereich anfallende Tätigkeiten sollen spezifisch abgebildet werden. Auch wollen wir berufsbegleitende Weiterbildungsmöglichkeiten, Hospitationen oder neu entwickelte Lernmethoden im Weiterbildungsrecht implementieren. Weiterbildungsverbünde sollen eine sektorenübergreifende Weiterbildung ohne Unterbrechungen sicherstellen“, so Kaplan.

Auf der Tagung wurden zahlreiche Beispiele gelungener Initiativen im Bereich von Aus- und Weiterbildung vorgestellt. Dazu gehörten Vorträge zur Famulatur-Börse und zur Integration ambulanter Praxiszeiten in das Medizinstudium. Außerdem wurde über die Möglichkeiten von Verbund-Weiterbildungen und überregionalen Kooperationen informiert. Die KBV stellte ergänzend dazu ihr Modell einer Stiftung Weiterbildung vor, das für die Finanzierung der Weiterbildung neue Wege einschlagen würde. Ein weiterer Programmpunkt war die Präsentation der großangelegten RAND-Studie zur Weiterbildung im europäischen Vergleich.

Die Veranstaltung endete mit einer Podiumsdiskussion von Vertretern der Politik, der Wissenschaft, der KBV und der BÄK.

Programm und Vorträge