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Stand 19.02.2015

Stellungnahmen

Statement der KBV zum Barmer GEK-Arztreport / Vorwürfe an Ärzteschaft sind grund- und faktenlos

Die Krankenkasse BARMER GEK stellte einen Arztreport vor. Dabei behauptete sie, die Ärzteschaft wolle im Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) einen neuen Test zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs verhindern.

Dazu erklärt Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV):

"Die KBV befindet sich im Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) in konstruktiven Beratungen mit dem Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung. Von daher sind wir erstaunt über die Aussagen der BARMER. Die Beratungen im GBA basieren auf den Ergebnissen der Nutzenbewertung durch das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Der Abschlussbericht des IQWiG ist nicht eindeutig. Es gibt Hinweise, aber keine Belege für einen Nutzen. Viele Fragen sind derzeit noch offen und müssen noch beraten werden. Im Übrigen ist festzustellen, dass das bestehende Früherkennungsprogramm hoch effektiv ist. Derzeit hat das Zervixkarzinom mit ca. 4600 Neuerkrankungen pro Jahr nur noch einen Anteil von 2,1 Prozent an allen Krebsneuerkrankungen bei Frauen. Zum Vergleich: Im Jahr 1999 erkrankten laut Robert-Koch-Institut noch 5.230 Frauen am Zervixkarzinom. Dies entspricht einer Reduktion innerhalb dieses Zeitraums um zwölf Prozent."