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Darmkrebsfrüherkennung: eine Untersuchung kann Leben retten

An jedem Tag sterben Menschen in Deutschland an Darmkrebs. Statistisch sind es 71 Menschen; Tag für Tag. Das sind deutlich weniger als noch vor fünfzehn Jahren. Aber immer noch zu viele. Denn Darmkrebs ist vermeidbar und sogar heilbar – wenn früh genug erkannt.

O-Ton Dipl.-Med. Regina Feldmann, Hausärztin und KBV-Vorstand.
„Wir wissen, dass gerade durch Polypen im Darm sehr oft Karzinome, also bösartige Tumore, im Darm ausgelöst werden. Da gibt es eine ganz wirksame Methode dagegen, indem man sehr frühzeitig Polypen abträgt, sie gar nicht erst dazu kommen lässt, dass sie entarten und dann bösartig werden. Das weiß man heute. Das ist eine sehr, sehr sinnvolle Vorsorgemaßnahme, die – das gebe ich zu – nicht gerade einfach ist, aber auch mit den heutigen Mitteln und Möglichkeiten wird es immer besser für die Patienten umzusetzen sein.“

Zum einen kann der Stuhl regelmäßig auf Blut hin untersucht werden. Das übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung ab dem Alter von 50 Jahren. Ab 55 bezahlt sie die Koloskopie, auch Darmspiegelung genannt einmal – und nach zehn Jahren noch einmal.

O-Ton Dipl.-Med. Regina Feldmann, Hausärztin und KBV-Vorstand.
„Dazu bedarf es einer vorherigen Darmreinigung. Das wird von den Patienten nicht so als angenehm empfunden. Es geht aber leider nicht anders. Mittlerweile gibt es aber auch Mittel, die das sehr beschleunigen, so dass man erst am Tag zuvor damit beginnen muss und im Prinzip 24 Stunden vorher. Das ist etwas anderes als vor Jahren, als man noch 2 bis 3 Tage vorher im Prinzip keine feste Nahrung zu sich nehmen durfte und komplizierte Prozedere des Abführens über sich ergehen lassen musste. Ich denke, da ist sehr viel Entwicklungsarbeit geleistet worden.“

Die Patienten entscheiden selbst, ob sie die Untersuchung am Bildschirm mitverfolgen wollen – oder lieber eine Kurzschlafspritze möchten.

So haben inzwischen bereits mehr als fünfeinhalb Millionen Menschen die Darmspiegelung in Anspruch genommen – und zwar seit 2002, dem Jahr, in dem die Darmspiegelung als Vorsorgeleistung eingeführt wurde. Zu viele schrecken aber noch davor zurück.

O-Ton Dipl.-Med. Regina Feldmann, Hausärztin und KBV-Vorstand.
„Die größten Vorbehalte sind, wenn ein Rohr in den Darm eingeführt wird, dass die Patienten sich ein bisschen davor genieren. Da kann man sie ganz schnell davon überzeugen, dass das ein Punkt ist, bei dem sie nichts zu befürchten haben, denn sie werden ja zugedeckt usw. Die zweite Sache ist wirklich dieses Procedere des Abführens. Das sind die größten Ängste, die Patienten haben. Es gibt auch viele Patienten, die nach den Komplikationen fragen, die gibt es durchaus, aber da kann man die Patienten ja beruhigen und sagen, dass sie ja nach einer solchen Koloskopie einer ständigen Kontrolle unterworfen werden und dass sie auch natürlich ein umfangreiches Aufklärungsgespräch mit dem Arzt noch haben, der diese Koloskopie noch durchführen wird.“

Das sind die so genannten Gastroenterologen mit einer entsprechenden Zusatzausbildung. Nur sie haben das Wissen und die Routine. Deshalb dürfen nur sie die Darmspiegelung durchführen.

O-Ton Dipl.-Med. Regina Feldmann, Hausärztin und KBV-Vorstand.
„Da gibt es ganz strenge hygienische Bedingungen auch zur Reinigung dieser Geräte. Also, das ist eine Sache, die schon eine hochspezialisierte Fachärztliche Leistung darstellt.“

Ausführliche Informationen finden Sie auf den Patienten-Infoseiten der KBV:
http://www.kbv.de/html/darmkrebsfrueherkennung.php

und auch auf den Seiten der Felix Burda Stiftung:
http://www.aus-liebe-zur-vorsorge.de/

Es folgt der Spot der Felix Burda Stiftung.

Der Darm: ein gern ignoriertes Organ, das aber nicht selten Ort schwerer Erkrankungen sein kann. Gesetzlich Krankenversicherte haben deshalb Anspruch auf eine regelmäßige Darmkrebsfrüherkennungsuntersuchung. Wie das genau aussieht und was Patienten dazu wissen müssen, erklärt KV-on.

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