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Stand 05.03.2015

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Impfen: Erfolgreich gegen Masern, Grippe & Co

Der Masernausbruch in Deutschland – schuld daran ist, dass zu wenige gegen Masern geimpft sind, sagen Experten. Das ruft wiederum die Impfgegner auf den Plan. Doch wer hat denn nun Recht?

O-Ton Dipl.-Med. Regina Feldmann, Vorstand der KBV und Hausärztin.
„Die Masernschutzimpfung schützt auf alle Fälle vor einer Erkrankung an Masern, die ja nicht ungefährlich ist. Das zeigen ja auch die jüngsten Todesfälle und es wird immer Leute geben, die sagen, ich lasse mich nicht impfen. Aber das ist sehr verantwortungslos, weil ungeimpfte Kinder diese Erreger weiter übertragen können, ohne dass Sie selber erkranken. Und es ist ganz wichtig, dass man einen ausreichenden Schutz in der Bevölkerung erreicht – also eine sogenannte Durchimpfungsrate – um solche Ausbrüche zu verhindern. Das heißt nicht, dass es nicht Einzelerkrankungen geben wird, aber in dieser Fülle, in dieser Menge wird es dann nicht vorkommen, wenn ein großer Teil der Kinder und der Erwachsenen – auch die Erwachsenen muss man hier noch mal nennen – durchgeimpft sind.“

Zwei Impfgaben sind gegen Masern nötig. Deshalb sollten Ärzte stets den Impfstatus prüfen – und gegebenenfalls zur Impfung raten.

O-Ton Dipl.-Med. Regina Feldmann, Vorstand der KBV und Hausärztin.
„Erstens, um diese breite Durchimpfungsrate zu erreichen und damit den größten Teil der Bevölkerung zu schützen vor Übertragungen. Auch aus Sicht der Ärzte: Wenn man die Kenntnis hat darüber, welche schwerwiegenden Nebenwirkungen – also die bis zum Tode führen können – solche Erkrankungen haben können, dann kann man dieses menschliche Leid verhindern. Und das ist eine Hauptaufgabe der Ärzte und es gibt wie gesagt keinen Grund, gegen eine Masernimpfung zu sein.“

Aus diesem Grund wird von manchen Experten nun eine Impfpflicht gefordert.

„O-Ton Dipl.-Med. Regina Feldmann, Vorstand der KBV und Hausärztin.
Wenn es nicht anders geht, dann wird man wahrscheinlich in bestimmten Bereichen eine Impfpflicht auch einführen müssen. Einfach auch, um die Menschen zu schützen, damit solche Ausbrüche nicht eintreten.“

Auch eine andere Impfung – nämlich die gegen die Grippeviren – ist in diesem Jahr in den Schlagzeilen. Der Grund: Einer der Inhaltsstoffe passt nicht genau zum entsprechenden Virus, das sich verändert hat.

O-Ton Dipl.-Med. Regina Feldmann, Vorstand der KBV und Hausärztin.
„Das hat dieses Jahr die verheerende Auswirkung gehabt, dass wir die wiedermal sowieso starke Zunahme von Grippeerkrankungen haben. Das zeigt aber auch – wenn wir jetzt noch mal zurückgehen auf die Masernimpfung – in den letzten Jahren, wenn eine hohe Durchimpfungsrate erreicht wurde, waren die Zahlen der Erkrankungen deutlich niedriger und die Erkrankungen sind deutlich leichter verlaufen. Das zeigt eben, dass es gerade wichtig ist, dass man hohe Durchimpfungsraten in der Bevölkerung erreicht, um genau diese Ausbreitungen – diese Grippewellen oder auch Masernausbrüche – zu verhindern.“

Deshalb sollte auch jetzt noch gegen Grippe geimpft werden.

O-Ton Dipl.-Med. Regina Feldmann, Vorstand der KBV und Hausärztin.
„Nach 14 Tagen bedeutet das ja einen Impfschutz zu haben. Man sollte nie aufhören bis die Saison vorüber ist, immer wieder mit dem Patienten darüber zu diskutieren und immer wieder zu versuchen, noch den einen oder anderen zu überzeugen, dass es doch eine sinnvolle Sache ist.“

Die KBV hat für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte eine Checkliste im Internet bereitgestellt: Mein PraxisCheck Impfen – hilft dabei herauszufinden, wie gut Ihre Praxis in Sachen Impfen organisiert ist und was Sie konkret verbessern können.
Mein PraxisCheck finden Sie auf den Internetseiten der KBV:
http://www.kbv.de/html/mein_praxischeck.php

Masern auf dem Vormarsch, Grippeschutz diesmal nur bedingt gegeben – das Thema Impfen drängt sich wieder auf die öffentliche Agenda. Wie Ärztinnen und Ärzte auf Skepsis oder Sorgen ihrer Patienten reagieren können, das ist Hausärztin und KBV-Vorstand Regina Feldmann ein wichtiges Anliegen. Zudem bietet die KBV nun eine neue Checkliste im Internet, die den Praxen dabei hilft, einen lückenlosen und sinnvollen Impfservice zu gewährleisten.

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