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Stand 20.11.2015

Prävention

Masern-Schutzimpfung

Erwachsene oft nicht ausreichend geschützt

In Deutschland sind nach wie vor zu wenig Menschen gegen Masern geimpft. Etwa die Hälfte der Masernfälle betreffen Jugendliche und Erwachsene, die gar nicht oder nicht ausreichend geimpft sind.

Um die Masern zu besiegen, müssen deshalb vor allem Impflücken – besonders auch bei Jugendlichen und Erwachsenen – geschlossen werden. Nach Informationen des Robert-Koch-Instituts (RKI) haben unter den 18 bis 44-Jährigen nur 56,9 Prozent die erste Masernimpfdosis erhalten, noch weniger Menschen die zweite Impfung.

Aktuelle Impfempfehlung der STIKO

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt allen nach 1970 geborenen Erwachsenen in folgenden Fällen eine einmalige Impfung gegen Masern:

  • wenn sie bisher nicht gegen Masern geimpft sind
  • wenn sie nur einmal in der Kindheit geimpft wurden
  • wenn der Impfstatus gegen Masern unklar ist

Bei Kleinkindern empfiehlt die STIKO, die Grundimmunisierung (1. und 2. Impfung) bereits im zweiten Lebensjahr abzuschließen. Dabei soll die erste Masernimpfung im Alter von 11 bis 14 Monaten – bei frühzeitigem Besuch einer Gemeinschaftseinrichtung (Kindertagesstätte) ab 9 Monaten – und die zweite Impfung zwischen 15 und 23 Monaten erfolgen. Danach besteht ein vollständiger Impfschutz.

Nach einer Studie des Robert Koch-Instituts waren 2013 92,6 Prozent aller Schulanfänger zweimal gegen Masern geimpft. Um das Masernvirus zu eliminieren, ist jedoch eine Impfquote von 95 Prozent erforderlich.

Impfung bei Frauen mit Kinderwusch

Frauen sollten vor einer Schwangerschaft über einen Schutz vor Masern verfügen, da eine Infektion mit Masern während der Schwangerschaft die Gefahr einer Früh- oder Fehlgeburt erhöht. Und Frauen, die gegen Masern immun sind, schützen automatisch auch ihr Kind in den ersten Lebensmonaten, in denen es noch nicht geimpft werden kann (Nestschutz).

Bestenfalls erfolgt eine noch fehlende Impfung mindestens drei Monate vor Beginn der Schwangerschaft. Das gilt auch für Frauen, die bereits einmal gegen Masern geimpft wurden. Während der Schwangerschaft ist die Impfung nicht mehr möglich (Lebendvakzine).

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