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21. KBV-Anbietermeeting am 30. September 2015

Digitalisierung des Gesundheitswesens schreitet voran

Ganz unter dem Zeichen des kommenden eHealth-Gesetzes und seiner praktischen Umsetzung in den Arztpraxen stand das diesjährige Anbietermeeting der KBV am 30. September 2015.

„Die angestrebte weitere Digitalisierung im Gesundheitswesen kann und darf kein Selbstzweck sein. Es geht darum, die Versorgung der Patienten tatsächlich zu verbessern.“ Mit diesen Worten begrüßte Dr. Thomas Kriedel, Vorstandsmitglied der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Westfalen-Lippe, die Gäste beim 21. Anbietermeeting der KBV.

Neben Herstellern von Praxisverwaltungssystemen, Providern für das sichere Netz der KVen (SNK) und Anbietern von KBV-zertifizierten Softwareprodukten waren auch Experten der KVen geladen.

Kriedel zufolge glaubt das KV-System an den Erfolg der Digitalisierung im Gesundheitswesen.

Der Vertreter der Abteilung Grundsatzfragen der Gesundheitspolitik, Telematik des Bundesministeriums für Gesundheit, Norbert Paland, erläuterte anschließend die Auswirkungen des Gesetzes und die Ziele des Gesetzgebers. Er betonte, Bestandsnetze wie das SNK seien „völlig unaufgeregt“ zu betrachten.

Von Anfang an sei es vom Gesetzgeber vorgesehen gewesen, diese zu beachten. Paland erklärte, dass es eine fallweise Migration der KV-SafeNet*-Anwendungen in die Telematikinfrastruktur geben wird. Es gebe keinen zwangsweisen Migrationsbedarf für Nicht-SGB V-Anwendungen.

Auch die qualifizierte elektronische Signatur (QES), beispielsweise für Notfalldaten, sehe der Gesetzgeber vor. Weiterhin ist die Interoperabilität der Praxisverwaltungssysteme ein besonderes Anliegen des Ministeriums, verdeutlichte Paland.

Von zentralem Interesse auf der Versammlung waren die Details der Umsetzung des eHealth-Gesetzes. Neben Auswirkungen auf die gematik und die Niedergelassenen ging es um den eArztbrief, sichere Kommunikationskanäle wie KV-Connect und die mit dem Versorgungsstärkungsgesetz geforderten Terminservicestellen.

Vor allem letztere bedürfen einer technischen Unterstützung, wenn sie uneingeschränkt nutzbar sein sollen, sagte Kriedel. Auch operative Themen wie Änderungen bei der Formularbedruckung, das zukünftige Zertifizierungsthema Heilmittel sowie die ambulante spezialfachärztliche Versorgung (ASV) standen auf der Tagesordnung.

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