Logo-KBV

KBV Hauptnavigationen:

Sie befinden sich:

 
Stand 19.11.2015

Veranstaltungen

Anzeigenmotiv

Praxis erleben. Der Infotag zur ambulanten Aus- und Weiterbildung für Ärzte und Studierende

Am 19. November bot sich den Medizinstudierenden der Charité wieder die Chance, mehr über die Möglichkeiten einer Niederlassung zu erfahren. Schwerpunkt des diesjährigen Infotags „Praxis erleben.“ von KBV und Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) war die ambulante Aus- und Weiterbildung.

  • (c) Lisa Struwe

    (c) Lisa Struwe

  • (c) Lisa Struwe

    (c) Lisa Struwe

  • (c) Lisa Struwe

    (c) Lisa Struwe

  • (c) Lisa Struwe

    (c) Lisa Struwe

  • (c) Lisa Struwe

    (c) Lisa Struwe

  • (c) Lisa Struwe

    (c) Lisa Struwe

  • (c) Lisa Struwe

    (c) Lisa Struwe

Er solle doch mal „einen coolen Satz“ zur Tätigkeit in der ambulanten Medizin fallen lassen, forderte Moderatorin Anni Dunkelmann den KBV-Vorstandsvorsitzenden Dr. Andreas Gassen bei der Begrüßung auf.

Der sprach sich vor den versammelten Studenten dafür aus, neugierig auf alle Facetten des ärztlichen Berufs zu sein. So habe beispielsweise die Allgemeinmedizin „den Charme, besonders nahe am Patienten zu sein.“

Gemeinsam mit Dunkelmann und Prof. Adelheid Kuhlmey, Prodekanin für Studium und Lehre der Charité, eröffnete Gassen die Informationsveranstaltung im Rahmen der Nachwuchskampagne „Lass dich nieder!“. Ziel des Infotages war es, die Studierenden über die Niederlassung, vor allem aber über die Möglichkeiten der ambulanten Aus- und Weiterbildung zu informieren.

Niedergelassene Ärzte aus der Praxis und Berater der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) berieten die angehenden Mediziner auch in persönlichen Gesprächen zur Tätigkeit im ambulanten Bereich, zu Fördermöglichkeiten und zu Unterstützungsnetzwerken.

Dieses Angebot wurde rege genutzt – mit den bereitgestellten Lunchtüten und Kaffee ausgestattet suchten die Studierenden den Dialog mit den Experten.

″Die KVen begleiten Sie bei jedem Schritt″

Welche Vorteile die Aus- und Weiterbildung in der ambulanten Medizin aufweisen kann, stellte Dr. Branko Trebar, Leiter der Abteilung Versorgungsstruktur der KBV, in einem Kurzvortrag dar.

Der enge Kontakt zu Patienten, die Gestaltungsmöglichkeiten einer Einzel- oder auch Gemeinschaftspraxis sowie die Flexibilität sind hier nur einige Beispiele. Vor allem aber machte er klar: „Sie werden nicht alleine gelassen – die KVen begleiten Sie bei jedem Schritt.“

Besondere Unterstützung bieten die Weiterbildungsverbünde, die regional entweder bei den Ärztekammern oder den KVen angegliedert sind. Dr. Christoph Heintze, Kommissarischer Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin der Charité, stellte den Studierenden die Möglichkeiten der Verbundweiterbildung vor.

Die Vernetzung mit Kollegen, Planungssicherheit und auch die transparente Vergütung machen sie zu einem mittlerweile sehr gut angenommenen Angebot an den Nachwuchs. Bei all den verschiedenen Optionen rief Heintze die angehenden Ärzte auf, ihre Weiterbildung aktiv zu gestalten.

Mehr Allgemeinmedizin im Studium

Voraussetzung für die passende Wahl der Weiterbildung ist das Kennenlernen aller medizinischen Disziplinen während der Ausbildung.

Eine Möglichkeit, die Allgemeinmedizin schon im Studium sichtbarer zu machen, könnte die Einführung eines entsprechenden Pflichtabschnitts im Praktischen Jahr sein. Gassens Vorstandskollegin Dipl.-Med. Regina Feldmann begrüßte diesen Vorschlag, um die „Kliniksozialisierung“ während der Ausbildung aufzubrechen und der Allgemeinmedizin einen höheren Stellenwert zu verschaffen.

Ihr Diskussionspartner Lauritz Blome, Koordinator der Arbeitsgemeinschaft Gesundheitspolitik der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd), sprach sich hingegen für Wahlmöglichkeiten aus. Trotz unterschiedlicher Auffassungen schätzte Feldmann den Austausch: „Auch Widersprüche fördern das Vorankommen.“

Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Ein weiteres Thema, das die Studierenden bewegte, war die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in der Praxis. In einem moderierten Gespräch wurden verschiedene Optionen erläutert.

Dipl.-Med. Andreas Schwark, Hausarzt und stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KV Brandenburg, lobte die heutigen Möglichkeiten zur Organisation von Praxis und Familienleben. Die Rahmenbedingungen seien gut und in der Niederlassung seien Ärzte vor allem zeitlich sehr flexibel.

Eine Beraterin der KV Brandenburg, Elisabeth Lesche, bekräftigte dies. Sie erörterte, dass auch Niedergelassene ein Anrecht auf Mutterschutz und Elternzeit haben und wie Vertretungen beziehungsweise Entlastungsassistenten genutzt werden können. Auch Ärzte in der Weiterbildung erhalten diesbezüglich Unterstützung.

″Machen Sie, was Ihnen Spaß macht – in der Regel ist man darin am besten.″

Drei der Nachwuchsmediziner durften sich dann noch über den Gewinn von Büchergutscheinen und einer Smart Watch bei der Verlosung freuen. Zum Abschluss rief Gassen die Medizinstudierenden dazu auf, selbstbewusst den eigenen Weg in den Beruf zu finden. „Machen Sie, was Ihnen Spaß macht – in der Regel ist man darin am besten.“