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Licht ins Dickicht Gesundheitswesen bringen

Gesundheitskompetenz – Dieses Thema steht heute im Mittelpunkt einer Fachtagung, zu der die KBV Akteure aus Politik, Wissenschaft und dem Gesundheitswesen eingeladen hat.

Berlin, 13. September 2017 – „Gut informierte Patienten wissen, wohin sie sich wenden müssen, wenn sie eine ärztliche Behandlung brauchen. Es ist unser Ziel, die Gesundheitskompetenz des Einzelnen zu stärken“, sagte Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), bei der Eröffnung der Fachtagung „Gesundheitskompetenz stärken – Verstehen und Verständnis“ am Mittwoch in Berlin.

„Wir wollen Licht ins Dickicht Gesundheitswesen bringen“, erklärte er. Viele Bürger wüssten nicht, wann sie in die Notfallambulanz des Krankenhauses gehen sollten und in welchen Fällen der Bereitschaftsdienst der Niedergelassenen zum Einsatz komme. Viele fühlten sich zudem überfordert mit der großen Vielfalt an Gesundheitsinformationen.

Um dieser Problematik zu begegnen, sind sowohl die Ärzte als auch die Patienten gefragt. „Die Behandlung einer Krankheit ist ein Geschehen, das im Idealfall gemeinsam von Arzt und Patient entwickelt wird. Je mehr Gesundheitskompetenz und Eigenverantwortung der Patient zeigt, desto wahrscheinlicher ist der Behandlungserfolg“, betonte Gassen.

„Wir sind hier auf einem guten Weg“, sagte der KBV-Vorstandsvorsitzende, Das habe die aktuelle Versichertenbefragung der KBV gezeigt. Dort gaben 92 Prozent der rund 6.000 Befragten an, durch die Erklärung ihres Arztes besser verstanden zu haben, mit welcher Krankheit sie konfrontiert sind.

Mit der heutigen Veranstaltung leistet die KBV einen weiteren Beitrag als Mitglied in der „Allianz für Gesundheitskompetenz“, die am 19. Juni 2017 unter Federführung des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) gegründet wurde und sich für mehr verständliche Gesundheitsinformationen einsetzt. Wie Ansätze und Strategien in der Gesundheitsförderung, Prävention und Behandlung von Krankheiten aussehen können, berichtet an diesem Vormittag eine Reihe von Referenten.

Den Anfang macht Lutz Stroppe, Staatssekretär im BMG. Er informiert über die Ziele der „Allianz für Gesundheitskompetenz“. Im Anschluss referiert die Professorin Doris Schaeffer von der Universität Bielefeld über die Befunde ihrer Studien zur Gesundheitskompetenz der Deutschen und daraus resultierende Herausforderungen.

Danach stellt Dr. Christina Dietscher die Österreichische Plattform Gesundheitskompetenz vor, bevor der Arzt und Wissenschaftsjournalist Dr. Eckart von Hirschhausen in seinem Vortrag darüber berichtet, warum Worte Medizin sind – und Gesundheitsbildung bei den Ärzten anfängt.. Im Nachgang seines Vortrags stellt er sich in einem Video-Interview den Fragen von KV-on, das tags darauf auf der Homepage von KV-on erscheinen wird.

Am Nachmittag können die Tagungsteilnehmer in Arbeitsgruppen thematische Schwerpunkte vertiefen, zum Beispiel wie die Gesundheitskompetenz bei Migranten und in der Notfallversorgung gestärkt werden kann.