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Gassen: Bei Notfallversorgung Kräfte bündeln

Notfallreform – Studie belegt mangelnde Auslastung der Notaufnahmen an Krankenhäusern. KBV-Chef fordert bessere Zusammenarbeit mit Niedergelassenen.

Berlin, 29. November 2017 – Anlässlich der heutigen Veröffentlichung einer Studie des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi) mit dem Titel „Rolle der Krankenhäuser in der Notfallversorgung in Deutschland: Daten belegen massiven Reformbedarf“ hat der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. Andreas Gassen, heute in Berlin erklärt:

„Der internationale Vergleich zeigt deutlich, dass wir über eine Konzentration der Notaufnahmen an Krankenhäusern sprechen müssen. Die Behauptung, alle Notaufnahmen seien überfüllt, wird eindeutig widerlegt. Wenn im Durchschnitt 1,7 Patienten pro Stunde in der Notaufnahme eines Krankenhauses behandelt werden, so muss die Frage erlaubt sein, ob hier nicht Synergien genutzt werden können. Wir haben in unserem Konzept ‚KBV 2020‘ Vorschläge für eine enge Kooperation des ärztlichen Bereitschaftsdienstes der niedergelassenen Ärzte und der Notaufnahmen der Krankenhäuser gemacht. Nur durch eine enge Zusammenarbeit wird es uns gelingen, die Versorgung der Patienten wohnortnah auch in Zukunft zu sichern. Mit dem Marburger Bund befinden wir uns hierbei in guten und konstruktiven Gesprächen. Ich appelliere an die Deutsche Krankenhausgesellschaft, ihren Standpunkt des Haltens von allen Notaufnahmen um jeden Preis aufzugeben. Um es aber auch deutlich zu sagen: Natürlich müssen Patienten, die ‚echte‘ Notfälle darstellen, auch an allen Krankenhäusern versorgt werden können. Uns geht es vor allem um die Patienten, die eben keine Notfälle sind, sondern eigentlich im Bereitschaftsdienst behandelt werden könnten.“

 

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