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Hofmeister: „Man muss uns nur lassen.“

Vertreterversammlung – Ein klares Bekenntnis zu den Prinzipien der Freiberuflichkeit und der Selbständigkeit prägten die Rede des stellvertretenden KBV-Vorstandsvorsitzenden, Dr. Stephan Hofmeister.

Berlin, 08. Dezember 2017 – „Wir haben Irrwegen wie der Idee einer Bürgerversicherung etwas entgegenzusetzen: Die Prinzipien der Freiberuflichkeit und der Selbständigkeit.

Sie sind das Rückgrat der hochwertigen medizinischen Versorgung in unserem Land, und ihr Stellenwert kann nie hoch genug angesetzt werden“, erklärte er heute in Berlin im Rahmen der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV).

In seinem gesundheitspolitischen Ausblick ging er auf das Thema der Inanspruchnahme medizinischer Leistungen ein. Dabei betonte er: „Daran lässt sich gut zeigen, dass Selbstverwaltung gut funktionieren kann, wenn man sie nur machen lässt.“

 Als Beispiel griff er die Debatte um die Notfallversorgung heraus: „Uns ist es gelungen, ein Konzept von Bereitschaftsdienst und ambulanter Notfallversorgung zu entwickeln, das in die Zukunft weist – das uns aber auch einige Flexibilität abverlangt.“ Dialogbereitschaft signalisierte er auch in Richtung der Kliniken:

„Uns allen ist klar, dass die Umwandlung von stationären in ambulante Strukturen nur in Kooperation mit den Klinikärzten vollzogen werden kann.“

Darüber hinaus kam Hofmeister auf die Laborreform zu sprechen. „Der Kompromiss von 2016 war nur der erste Schritt. Nun folgt Runde 2, bei der wir medizinisch-inhaltlich darüber nachdenken wollen, was eine gute Laborversorgung qualitativ ausmacht“, so der KBV-Vize.

Er erhofft sich davon gute Argumente auch für die Verhandlungen mit den Krankenkassen, um bestimmte Laborleistungen extrabudgetär stellen zu können. Beim Blick in die Zukunft machte er auch auf die Diskussionen um die Bedarfsplanung sowie die steigende Arbeits- und Bürokratiebelastung der niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen aufmerksam.

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