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KBV-Vorstand: Kassen und Politik sind dabei, es sich mit der Ärzteschaft zu verscherzen!

Gesundheitspolitik – Gassen, Hofmeister und Kriedel kritisieren Regulierungswahn und fehlenden Respekt gegenüber ärztlichen Leistungen. Sie unterstützen damit eine ähnliche Positionierung des Deutschen Hausärzteverbandes.

Berlin, 2. Juli 2018 – Der Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) – Dr. Andreas Gassen, Dr. Stephan Hofmeister und Dr. Thomas Kriedel – unterstützt wesentliche Positionen, die der Deutsche Hausärzteverband vergangenen Freitag in einem Offenen Brief an den Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-SV) formuliert hat. „Das Schreiben verdeutlicht, dass Politik und Krankenkassen auf dem besten Weg sind, es sich mit der gesamten niedergelassenen Ärzteschaft Deutschlands zu verscherzen“, stellte KBV-Vorstandsvorsitzender Gassen fest.

„Eigentlich ist es Aufgabe der Politik, die Rahmenbedingungen so zu setzen, dass die Ärzte ihren Beruf gerne ausüben und auch der medizinische Nachwuchs sich für die Niederlassung entscheidet. Alle Bemühungen unsererseits, diese Ziele zu erreichen, werden aktuell jedoch vom GKV-SV und von Teilen der Politik torpediert. Damit wird deutlich, wie wenig die harte und verantwortungsvolle ärztliche Arbeit dort geschätzt wird. So wird kein Nachwuchs zu gewinnen sein!“, kommentierte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Hofmeister.

„Die Erwartungen der Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten sind so einfach wie gerechtfertigt: Arbeit, die geleistet wird, muss auch bezahlt werden! Schluss mit ideologisch motivierter Kontrollwut und Regulierungswahn! Respekt für den freien Beruf! Und: Hören Sie auf, Ärzte, die im Schnitt 53 Wochenstunden arbeiten – auch nachts und am Wochenende – als Leistungsverweigerer darzustellen!“, verdeutlichte Gassen.

„Eines sollte allen Beteiligten klar sein: Wenn wir unser Gesundheitswesen auch für die nächste Generation – und zwar sowohl für diejenigen, die es nutzen als auch für diejenigen, die darin arbeiten! – leistungsstark und attraktiv machen möchten, dann geht das nur miteinander, nicht gegeneinander“, ergänzte Hofmeister.