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So setzt das KV-System die Terminservicestellen um

Niemand wartet gerne; schon gar nicht auf einen Arzttermin. Deshalb – so der Gesetzgeber – gibt es nun die Terminservicestellen. Doch diese sind nicht bei allen Ärztinnen und Ärzten beliebt.

O-Ton Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der KBV:
"Weil sie niemand braucht. Wir haben in Deutschland sensationell kurze Wartezeiten auf fachärztliche Termine; das ist auch unumstritten und von daher gibt es überhaupt keine sinnhafte Notwendigkeit, Terminservicestellen einzurichten; ich glaube, wir hätten viele andere notwendigere Dinge zu erledigen. Nichtsdestotrotz sind die nun im Gesetz verankert und von daher werden die KVen diese auch umsetzen und auch fristgerecht umsetzen, zum 23.01.2016."

Für diese fristgerechte Umsetzung bietet die KBV den regionalen KVen Unterstützung.

O-Ton Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der KBV:
"Wir haben ja über unsere Telematik-Tochter eine Software entwickelt, die den KVen einen möglichst personalarmen Einsatz und einen personalarmen Betrieb der Terminservicestellen ermöglicht, aber nichtsdestotrotz werden die Regional-KVen natürlich ihrer unterschiedlichen Regionalität entsprechend die Terminservicestellen beschicken und auch unterhalten. Das werden wir und können wir von Berlin aus auch gar nicht regulieren und wollen wir auch gar nicht, das fällt in die regionale Verantwortung. Ich bin aber zuversichtlich, dass alle KVen eine für ihre Region passende Lösung parat haben."

Denn sie wollen dabei den Aufwand für die Praxen möglichst niedrig halten.

O-Ton Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der KBV:
"Also ich gehe davon aus, dass alle KVen zunächst mal hier mit Freiwilligkeit arbeiten werden, also ihre Vertragsärzte bitten werden, freie Termine den KVen zu melden, die dann für die Terminservicestelle genutzt werden können. Insofern gehe ich davon aus, dass die Vertragsärzte hier nicht über die Maßen behelligt werden; ich kann mir auch gut vorstellen, dass es die eine oder andere Überlegung gibt, die Vergabe von Terminen über die Terminservicestellen zu incentivieren für die Ärzte, das werden aber auch die regionalen KVen für sich regeln."

Was überregional gleich bleibt: In dringenden Fällen unterstützen die überweisenden Hausarztpraxen bei der Organisation eines Facharzttermins. Und: Patienten benötigen eine Überweisung – auch bei der jeweils zuständigen Terminservicestelle.

O-Ton Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der KBV:
"Der Titel ist eigentlich ein bisschen missverständlich; denn es geht darum, dass für die Fälle, wo Patienten nicht in der Lage sind, für sich Termine beim Facharzt zu organisieren, die Servicestelle hier einspringt. Und dann wird auch nicht der Termin beim Wunscharzt vermittelt, sondern es wird ein Termin bei einem Kollegen oder einer Kollegin der Fachgruppe in der Region gesucht zu einem möglichen Termin binnen vier Wochen. Das heißt, es gibt weder den Wunscharzt, noch wird es den Wunschtermin, noch wird es die Wunschanreiseentfernung geben."

Denn das kann auch mit Terminservicestellen nicht geleistet werden.

O-Ton Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der KBV:
"Das hat schlicht Kapazitätsgründe: Beliebte Ärzte haben eben auch volle Praxen. Und wenn man dann auch zu so einem beliebten Arzt will, dann muss man möglicherweise warten; wir werden das gesetzeskonform umsetzen, das heißt, Patienten, die keine Termine bei einer bestimmten Fachgruppe bekommen, werden über die Terminservicestelle binnen vier Wochen an einen entsprechenden Fachgruppentermin vermittelt. Nicht mehr und nicht weniger."

Sie starten am 25. Januar: die Terminservicestellen der KVen. Das Ziel: In dringenden Fällen einen Termin beim Facharzt innerhalb von vier Wochen zu vermitteln. Weshalb er das neue Angebot für unnötig hält und was das KV-System nun daraus macht, erklärt Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der KBV.

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