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Stand 24.08.2018

Honorar

Aktuelles zu den Honorarverhandlungen 2019

Vergütung steigt um 620 Millionen Euro

Für die Vergütung ärztlicher und psychotherapeutischer Leistungen stehen im nächsten Jahr rund 620 Millionen Euro mehr zur Verfügung. Darauf haben sich die KBV und der GKV-Spitzenverband am 21. August geeinigt.

Der Orientierungswert wird zum 1. Januar 2019 auf 10,8226 Cent angehoben (aktuell 10,6543 Cent). Damit steigt die Vergütung für alle ärztlichen und psychotherapeutischen Leistungen um rund 1,58 Prozent. Das bedeutet etwa 550 Millionen Euro mehr für die Versorgung gesetzlich krankenversicherter Patienten.

Voraussichtlich weitere rund 70 Millionen Euro mehr müssen die Krankenkassen bereitstellen, um den wachsenden Behandlungsbedarf ihrer Versicherten zu finanzieren. Die genauen Berechnungen zu den regionalen diagnose- und demografiebezogenen Veränderungsraten laufen noch. Die Raten sollen Mitte September beschlossen werden.

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Angebot der Kassen lag bei 0,2 Prozent

Die Krankenkassen hatten in der ersten Verhandlungsrunde eine Steigerung des Orientierungswertes von 0,2 Prozent angeboten. Der jetzt gefasste Beschluss wurde im Erweiterten Bewertungsausschuss, dem neben jeweils drei Mitgliedern der KBV und des GKV-Spitzenverbandes drei unparteiische Mitglieder angehören, einstimmig gefasst.

KBV-Vorstandsvorsitzender Dr. Andreas Gassen zeigte sich zufrieden, dass eine Einigung erzielt werden konnte. Nach dem miesen Angebot der Krankenkassen habe die Ärzteseite damit kaum noch gerechnet, sagte er. Im vorigen Jahr hatte der Erweiterte Bewertungsausschuss gegen die Stimmen der KBV einen Beschluss gefasst und für den Orientierungswert eine Steigerung von 1,18 Prozent festgelegt.

Gassen: keine „echten“ Honorarverhandlungen

Gassen wies auf die begrenzten Möglichkeiten hin, die die bundesweiten Honorarverhandlungen bieten. „Es geht vornehmlich um den Orientierungswert, der neben der Punktzahl zwar ein entscheidender Faktor für die Preise ärztlicher und psychotherapeutischer Leistung ist. Fehlbewertungen im EBM beispielsweise werden dadurch aber nicht korrigiert“, betonte er.

Zudem basierten sowohl die Anpassung des Orientierungswertes als auch die Ermittlung des Behandlungsbedarfs auf standardisierten Verfahren. Von echten Honorarverhandlungen könne deshalb nicht die Rede sein.

In einem Video-Interview mit KV-on betonte Gassen, die Entbudgetierung vorantreiben zu wollen. Das geplante Terminservice- und Versorgungsgesetz enthalte erste Ansätze. Die KBV werde sich weiterhin dafür einsetzen, dass die Grund- und Versichertenpauschalen extrabudgetär vergütet werden.

Weitere Kosten werden geprüft

Zu den Ergebnissen der Honorarverhandlungen gehört auch, dass die Krankenkassen im Grunde anerkannt haben, dass der gestiegene Aufwand der Praxen für die Einhaltung von Vorschriften zur Hygiene und zum Datenschutz zu Mehrkosten führt. Das gleiche gilt für Investitionen zur Digitalisierung.

Diese Mehrausgaben wurden zwar nicht bei der Anhebung des Orientierungswertes für 2019 berücksichtigt, wie von der KBV gefordert. Der Erweiterte Bewertungsausschuss erteilte aber dem Institut des Bewertungsausschusses einen Prüfauftrag, um die entstandenen Kosten berechnen zu können.

Beratungen zu Hausbesuchen

Die KBV hatte in den Honorarverhandlungen außerdem gefordert, die Bezahlung der Haus- und Pflegeheimbesuche deutlich zu verbessern. Ein entsprechender Beschlussantrag war in der vergangenen Woche vom GKV-Spitzenverband abgelehnt worden. Nun soll in den Beratungen zur EBM-Weiterentwicklung die Vergütung von Besuchen thematisiert werden.

Die Ergebnisse der bundesweiten Honorarverhandlungen bilden die Basis für die regionalen Honorarverhandlungen, die die Kassenärztlichen Vereinigungen ab Herbst mit den Krankenkassen vor Ort führen.

Auf einen Blick: Die Ergebnisse

  • Orientierungswert: Der Orientierungswert steigt zum 1. Januar 2019 um 1,58 Prozent auf 10,8226 Cent (aktuell: 10,6543 Cent). Die Gesamtvergütung wächst damit um rund 550 Millionen Euro.
  • Behandlungsbedarf: Das Klassifikationsmodell zur Ermittlung der regionalen diagnose- und demografiebezogenen Veränderungsraten wurde beschlossen, die Raten sollen am 18. September beschlossen werden. Für den steigenden Behandlungsbedarf wird ein zusätzlicher Vergütungsumfang von 70 bis 80 Millionen Euro erwartet.
  • Anerkennung weiterer Kosten: Zusätzliche Ausgaben, die den Praxen für die Einhaltung von Vorschriften zur Hygiene und zum Datenschutz (Datenschutz-Grundverordnung) entstehen, wurden im Grunde anerkannt; es sollen jetzt weitere Berechnungen erfolgen. Das gleiche gilt für Kosten für die Digitalisierung, die nicht durch andere Regelungen abgedeckt sind, zum Beispiel durch die Finanzierungsvereinbarung zur Telematikinfrastruktur.
  • Besuche: Der GKV-Spitzenverband hatte in der ersten Verhandlungsrunde einen Beschlussantrag der KBV zur besseren Honorierung von Besuchen abgelehnt. Die Beratungen sollen jetzt im Zuge der EBM-Weiterentwicklung geführt werden.

Gesetzlicher Auftrag zu jährlichen Verhandlungen

KBV und GKV-Spitzenverband haben den gesetzlichen Auftrag, jährlich über die Morbiditätsentwicklung und über die Anpassung des Orientierungswertes zu verhandeln. Eine Vorgabe des Gesetzgebers ist, dass die Krankenkassen das volle Morbiditätsrisiko ihrer Versicherten tragen müssen.

Das bedeutet: Nimmt die Zahl der Erkrankungen und damit der Behandlungsbedarf in der Bevölkerung zu, müssen die Kassen entsprechend mehr Geld bereitstellen. Außerdem sieht das Gesetz vor, dass die steigenden Praxiskosten bei der Berechnung der Preise für ärztliche Leistungen zu berücksichtigen sind. Dazu wird der Orientierungswert jährlich angepasst.

Die auf Bundesebene erzielten Ergebnisse bilden die Grundlage für die anschließenden Verhandlungen zwischen den 17 KVen und den regionalen Krankenkassen: Denn wie viel Geld letztlich für die medizinische Versorgung der Menschen in den einzelnen KV-Bereichen bereitsteht, ist Sache der Landesebene.

Ergebnisse der Verhandlungen in den Vorjahren:

Ergebnisse für 2018

Preise: Anhebung Orientierungswert

Der Orientierungswert ist ab 1. Januar 2018 für alle Leistungen um 1,18 Prozent auf 10,6543 Cent gestiegen. Dies entspricht einer Honorarerhöhung von ca. 438 Millionen Euro. Neben der Punktzahl bestimmt der Orientierungswert maßgeblich die Höhe des Preises einer Leistung. Er berücksichtigt die Investitions- und Betriebskosten der Praxen.

Leistungsmenge: Veränderungsraten

Weitere zusätzliche Gelder stellen die Krankenkassen 2018 bereit, um den wachsenden Behandlungsbedarf aufgrund einer steigenden Morbidität und des zunehmenden Alters der Bevölkerung zu decken. Der Bewertungsausschuss beschloss für jeden KV-Bereich zwei regionale Veränderungsraten – für die Morbidität und für die Demografie. Aus den regionalen Raten ergeben sich im Bundesdurchschnitt eine Demografierate von -0,02 Prozent und eine diagnosebezogene Rate von 0,66 Prozent. Bei einer Berücksichtigung beider Raten zu je 50 Prozent ergibt sich ein Honorarplus von etwa 79,3 Millionen Euro (0,32 Prozent).

Über die genaue Höhe des Betrages verhandeln die Kassenärztlichen Vereinigungen mit den Krankenkassen auf Landesebene.

Nachzahlung für 2015

Zwölf KV-Bereiche erhalten zudem eine Nachzahlung für das Jahr 2015 in Höhe von insgesamt 8,5 Millionen Euro. Grund ist, dass in dem Jahr der morbiditätsbedingte Behandlungsbedarf stärker als erwartet angestiegen war. Laut Gesetz sind die Krankenkassen in solchen Fällen verpflichtet, nachträglich zusätzliche Finanzmittel zur Verfügung zu stellen.

Ausbudgetierung von Laborleistungen

Die KBV fordert die Ausdeckelung sämtlicher Laborleistungen aus der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung. Der Erweiterte Bewertungsausschuss hat nun im Rahmen der Honorarverhandlungen die KBV und den GKV-Spitzenverband beauftragt, über bessere Steuerungsinstrumente zu verhandeln. Damit ist aus Sicht der KBV eine extrabudgetäre Vergütung der Laborleistungen nicht mehr ausgeschlossen. Hintergrund der Forderung ist, dass die Menge an Laborleistungen von Jahr zu Jahr enorm zunimmt, ohne dass die Krankenkassen das entsprechende Geld bereitstellen.

Ergebnisse für 2017

Preise: Anhebung Orientierungswert

Der Orientierungswert steigt ab 1. Januar 2017 für alle Leistungen um 0,9 Prozent auf 10,5300 Cent. Dies bedeutet ein Honorarplus von bundesweit rund 315 Millionen Euro.
Der Orientierungswert bestimmt neben der Punktzahl maßgeblich die Höhe des Preises einer Leistung. Er berücksichtigt die Investitions- und Betriebskosten einer Praxis. KBV und GKV-Spitzenverband sind laut Gesetz verpflichtet, jährlich über die Anpassung des Orientierungswertes zu verhandeln.

Leistungsmenge: Veränderungsraten

Weitere zusätzliche Gelder werden die Krankenkassen im nächsten Jahr bereitstellen, um den wachsenden Behandlungsbedarf aufgrund einer steigenden Morbidität und des zunehmenden Alters der Bevölkerung zu decken. Der Bewertungsausschuss beschloss für jeden KV-Bereich zwei regionale Veränderungsraten – für die Morbidität und für die Demografie.
Danach muss die morbiditätsorientierte Leistungsmenge im kommenden Jahr infolge einer wachsenden Krankheitslast im Bundesdurchschnitt um etwa 1,17 Prozent steigen. Die immer älter werdende Bevölkerung wirkt sich mit 0,19 Prozent aus. Bei einer Berücksichtigung beider Faktoren zu je 50 Prozent ergibt sich ein Honorarplus von rund 170 Millionen Euro bundesweit. Über die genaue Höhe des Betrages verhandeln die Kassenärztlichen Vereinigungen mit den Krankenkassen auf Landesebene.

Extrabudgetäre Leistungen

Bei den Ausgaben für extrabudgetäre Leistungen wie Vorsorgeuntersuchungen, Impfungen und ambulantes Operieren wird ausgehend vom Trend der vergangenen Jahre im nächsten Jahr mit einem Plus in Höhe von 330 Millionen Euro gerechnet.

Medikationsplan

Für die Erstellung und Aktualisierung des Medikationsplans, auf die gesetzlich Krankenversicherte ab dem 1. Oktober 2016 unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch haben, werden im kommenden Jahr rund 163 Millionen Euro veranschlagt.

Ergebnisse für 2016

Preise: Anhebung Orientierungswert

Der Orientierungswert steigt ab 1. Januar um 1,6 Prozent auf 10, 4361 Cent. Er beträgt aktuell 10,2718 Cent. Dies bedeutet ein Honorarplus von bundesweit rund 550 Millionen Euro.

Der Orientierungswert bestimmt neben der Punktzahl maßgeblich die Höhe des Preises einer Leistung. Er berücksichtigt die Investitions- und Betriebskosten einer Praxis. KBV und GKV-Spitzenverband sind laut Gesetz verpflichtet, jährlich über die Anpassung des Orientierungswertes zu verhandeln.

Leistungsmenge: Veränderungsraten

Weitere zusätzliche Gelder werden die Krankenkassen im nächsten Jahr bereitstellen, um den wachsenden Behandlungsbedarf aufgrund einer steigenden Morbidität und des zunehmenden Alters der Bevölkerung zu decken. Der Bewertungsausschuss beschloss für jeden KV-Bereich zwei regionale Veränderungsraten – für die Morbidität und für die Demografie.

Danach muss die morbiditätsorientierte Leistungsmenge im kommenden Jahr infolge einer wachsenden Krankheitslast im Bundesdurchschnitt um etwa 2,1 Prozent steigen. Die immer älter werdende Bevölkerung wirkt sich mit 0,2 Prozent aus. Dies bedeutet im Schnitt ein Honorarplus von rund 250 Millionen Euro bundesweit.

Über die die genaue Höhe des Betrages verhandeln die Kassenärztlichen Vereinigungen mit den Krankenkassen auf Landesebene.

Ergebnisse für 2015

Die Preise für ärztliche und psychotherapeutische Leistungen steigen 2015 um 1,4 Prozent. Außerdem stellen die Krankenkassen 264 Millionen Euro zusätzlich zur Förderung der haus- und fachärztlichen Grundversorgung bereit.

  • Der Orientierungswert und damit die Preise ärztlicher und psychotherapeutischer Leistungen steigt um 1,4 Prozent. Das entspricht einem Plus von rund 462 Millionen Euro. Der Orientierungswert beträgt damit ab 1. Januar 2015 10,2718 Cent (jetzt 10,13 Cent).
  • Zur Förderung von haus- und fachärztlichen Grundleistungen stellen die Krankenkassen im kommenden Jahr 264 Millionen Euro zusätzlich bereit. Dieses Geld fließt zu gleichen Teilen – jeweils 132 Millionen Euro – in die haus- und in die fachärztliche Versorgung und wird wie folgt verwendet:
    • Fachärzte erhalten ab Januar 2015 einen Zuschlag zur Pauschale für die fachärztliche Grundversorgung (PFG). Der Zuschlag wird extrabudgetär und damit in voller Höhe gezahlt. Außerdem können ab Januar auch Internisten mit Schwerpunkt die PFG abrechnen.
    • Im hausärztlichen Bereich wird der Einsatz von besonders qualifizierten nichtärztlichen Mitarbeiterinnen auch in nicht unterversorgten Gebieten gefördert. Es ist vorgesehen, dass Hausarztpraxen mit einer nichtärztlichen Praxisassistentin (ähnlich VERAH, EVA oder Mopra) einen festen Zuschlag zur Vorhaltepauschale erhalten, um die Kosten für Ausbildung, Ausstattung, Gehälter etc. zu decken. Außerdem soll der Hausbesuch von Assistentinnen besser vergütet werden. Für Kinderärzte wird über eine Präventionsassistentin verhandelt.
  • Die Anpassung des kalkulatorischen Arztgehaltes an die gestiegenen Oberarztgehälter von Krankenhausärzten soll im Rahmen der Weiterentwicklung des Einheitlichen Bewertungsmaßstabes mit Wirkung zum 1. Januar 2016 erfolgen. Nach Berechnungen der KBV müsste das kalkulatorische Arztgehalt statt bei derzeit rund 105.000 bei rund 133.000 Euro liegen, damit Vertragsärzte aus der Behandlung von Kassenpatienten ein annähernd ähnliches Einkommen erzielen können wie Oberärzte.
  • Bereits beschlossen wurden die demografischen beziehungsweise diagnosebezogenen Veränderungsraten für die einzelnen KV-Bezirke (mit Ausnahme von Baden-Württemberg, wo die Berechnungen aufgrund eines Datenfehlers erst noch erfolgen). Danach müssen die Krankenkassen für den steigenden Behandlungsbedarf ihrer Versicherten im nächsten Jahr rund 100 Millionen Euro mehr bereitstellen. Über die genauen Summen werden die Kassenärztlichen Vereinigungen ab Herbst mit den Krankenkassen vor Ort verhandeln.

Ergebnisse für 2014

Die Gesamtvergütung steigt im Jahr 2014 um einen Betrag zwischen 590 und 800 Millionen Euro. Dies entspricht einer Steigerung von knapp drei Prozent.

  • Die Preise für ärztliche und psychotherapeutische Leistungen (der Orientierungswert) steigen um 1, 3 Prozent. Das sind 360 Millionen Euro.
  • Der Orientierungswert beträgt damit ab 1. Januar 2014 10,13 Cent. Dieser Wert gilt für Leistungen innerhalb und außerhalb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung. Auch die Bewertung der Leistungen, die regional als besonders förderungswürdig eingestuft wurden, steigt damit um 1,3 Prozent.
  • Für den zunehmenden Behandlungsbedarf der Versicherten stellen die Krankenkassen zwischen 90 und 300 Millionen Euro mehr zur Verfügung. Anders ausgedrückt: Die KV-spezifische Veränderungsrate der Morbidität beträgt im Bundesdurchschnitt 1,4 Prozent (300 Millionen Euro), der Demografie 0,41 Prozent (90 Millionen Euro). Bei den Veränderungsraten handelt es sich um Empfehlungen. Sie bilden die Grundlage für regionale Verhandlungen, die die Kassenärztlichen Vereinigungen und die Krankenkassen in den nächsten Wochen führen.
  • Zur Förderung von Leistungen der Grundversorgung stellen die Krankenkassen im nächsten Jahr 140 Millionen Euro mehr zur Verfügung. Von diesem Betrag fließen jeweils 70 Millionen Euro in die haus- und in die fachärztliche Versorgung.
  • Der Bewertungsausschuss erhielt in Vorbereitung auf die Verhandlungen für 2015 den Auftrag zu prüfen, für welche Leistungen keine Mengenbegrenzungen mehr gelten sollen. Dazu sollen besondere Versorgungsziele berücksichtigt werden. Eine Ausdeckelung von haus- und fachärztlichen Grundleistungen aus der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung bereits im kommenden Jahr haben die Krankenkassen strikt abgelehnt.

Ergebnisse für 2013

Die Gesamtvergütung steigt im Jahr 2013 um einen Betrag zwischen 1,15 und 1,27 Milliarden Euro. Dieser Betrag setzt sich wie folgt zusammen:

  • Orientierungswert (270 bis 290 Millionen Euro),
  • Herausnahme der Psychotherapie (130 Millionen),
  • Stärkung der hausärztlichen und fachärztlichen Grundversorgung (250 Millionen),
  • extrabudgetäre Leistungen (150 Millionen)
  • sowie auf Landesebene Mengenentwicklung und Zuschläge zum Orientierungswert für förderungswürdige Leistungen (330 bis 450 Millionen).

Krankenkassen zahlen Psychotherapie künftig extrabudgetär

Die Zunahme psychotherapeutischer Leistungen geht nicht mehr zu Lasten der fachärztlichen Vergütung. Die gesetzlichen Krankenkassen müssen künftig jede Psychotherapie, die sie für ihre Versicherten genehmigen, bezahlen.

Darunter fallen auch die sogenannten probatorischen Sitzungen. Psychotherapeuten erhalten ihr Geld bislang aus dem Honorartopf, der für die fachärztliche Versorgung zur Verfügung steht.

Mit der beschlossenen separaten Vergütung durch die Krankenkasse wurde eine jahrelange Forderung der Ärzteschaft erfüllt.