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Stand 04.03.2016

Reden

Eröffnungsrede der KBV-Vertreterversammlung von Dipl.-Psych. Hans-Jochen Weidhaas

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
meine sehr verehrten Damen und Herren,

ich begrüße Sie zu unserer ersten Vertreterversammlung im Jahr 2016.

Es ist heute allerdings nicht unser erstes Treffen, bereits am letzten Wochenende haben wir uns vor den Toren Berlins zu einer zweitägigen Klausur versammelt. Ich hatte Sie dazu eingeladen und Sie sind nahezu alle gekommen. Sie waren bereit zu einem offenen Austausch untereinander und Sie haben zu ganz verschiedenen, aber zentralen Themen beraten – in der Sache engagiert und dennoch konsenssuchend.

Sie haben sich offen gezeigt für den Vortrag eines prominenten Vertreters der Kassen- seite – der auch durchaus kritische Aspekte an richtiger Stelle verortet hat. Seine Impulse haben Sie – haben wir alle – mit Aufmerksamkeit aufgenommen; sie haben uns geholfen in den Arbeitsgruppen die richtigen Schwerpunkte zu setzen. Sie haben sich offen und konstruktiv an diesem Austausch beteiligt und Sie alle haben dafür gesorgt, dass diese Klausur ein Erfolg wurde. Dafür danke ich Ihnen.

Mir hat die respektvolle Diskussionskultur unter den Mitgliedern der Vertreterver-sammlung und die zukunftsweisenden Arbeitsergebnisse, die in den Arbeitsgruppen erzielt wurden, gezeigt, dass bei allen Meinungsverschiedenheiten, die wir in der Sache haben mögen, das KV-System nach wie vor handlungsfähig ist und nichts an Kreativität verloren hat.

Ich sehe durchaus die Chance, dass wir wieder als ernstzunehmender Partner ange-sehen werden – von der Politik wie auch von unseren Vertragspartnern der Selbst-verwaltung – und dass wir für die Versorgung der Versicherten die geeigneten Rezepte finden werden. Denn das muss unser aller Ziel sein.

ABER: Unsere Klausur war nur ein erster Schritt und ich möchte Sie auffordern und herzlich bitten, diesen Prozess fortzusetzen. Der Schwung und die Energie aus dem letzten Wochenende müssen weitergetragen werden. Sie müssen ihren Widerhall finden in unserer zweiten Klausur, die wir für Ende April geplant haben.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich bin zuversichtlich, dass wir auf der heutigen Vertreterversammlung den Weg dorthin vorbereiten. Nach meiner Überzeugung besteht der wirksamste Schutz der Freiberuflichkeit darin, die Sicherstellung der Versorgung unserer Patienten aus eigener Kraft und mit eigenen Ideen effektiv zu gestalten. Gelingt uns das, dann brauchen andere diesen Job nicht für uns zu machen.

In diesem Sinne wünsche ich uns für den heutigen Tag gute Beratungen und danke für Ihre Aufmerksamkeit.

(Es gilt das gesprochene Wort)