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Rehabilitation

Hinweise zu Formular 61

Um prüfen zu lassen, ob die gesetzliche Krankenkasse leistungsrechtlich zuständig ist oder beispielsweise die Rentenversicherung, müssen Vertragsärzte das neue Formular 61 ausfüllen. Dieses wurde überarbeitet und vereinfacht. Folgende Hinweise sind dabei zu beachten:

Nur Teil A ausfüllen

Wenn Ärzte eine Reha-Beratung für ihren Patienten bei dessen Krankenkasse veranlassen wollen, füllen sie nur Teil A aus und übermitteln ihn an die Krankenkasse. Die Teile B bis D müssen nicht ausgefüllt und auch nicht mitgeschickt werden.

Wenn in der Praxis nicht klar ist, ob die Krankenkasse für den Patienten zuständig ist, können Ärzte – wie bisher auch – die Zuständigkeit prüfen lassen. Dazu füllen sie zunächst ebenfalls nur Teil A aus und übermitteln ihn an die Krankenkasse. Die Teile B bis D müssen zunächst nicht ausgefüllt und auch nicht mitgeschickt werden.

Teile B bis D ausfüllen

Wenn klar ist, dass die Krankenkasse für die Rehabilitationsleistung zuständig ist, füllen Ärzte die Teile B bis D aus und übermitteln sie an die Krankenkasse. Teil A müssen sie nicht ausfüllen und auch nicht mitschicken.

Hinweise zum Ausfüllen der Teile B bis D

Auf den Teilen B bis D des neuen Formulars 61 werden alle notwendigen Angaben für die Verordnung von medizinischer Rehabilitation abgefragt. Dabei wurden unter anderem die Pflichtangaben zu den bisherigen Maßnahmen der Krankenbehandlung und den Kontextfaktoren reduziert und die Möglichkeiten der Angaben zur Beeinträchtigung der Aktivitäten/Teilhabe differenziert. Alles in allem sollte das Ausfüllen von Muster 61 damit zukünftig schneller gehen.

Die Verordnung gliedert sich in sieben Abschnitte:

Rehabilitationsbegründende und weitere Diagnosen

Hier geben Ärzte alle relevanten Diagnosen verschlüsselt nach ICD-10-GM an. Reicht die Verschlüsselung nicht aus, stehen Freitextfelder zur Verfügung, um zusätzliche Angaben zu machen.

Rehabilitationsbedürftigkeit und Verlauf der Krankenbehandlung

Hier schildern Ärzte kurz die Krankengeschichte und listen Schädigungen und Befunde auf, die für die Rehabilitation relevant sind. Sie können hier unter anderem rehabilitationsrelevante Hilfsmittel, Arzneimittel aber auch andere Maßnahmen (beispielsweise Patientenschulungen, Reha-Sport/Funktionstraining, Selbsthilfeangebote) angeben. Zudem können Faktoren, die positiv und/oder negativ wirken, notiert werden (beispielsweise in einer Familie lebend oder soziale Isolation). Auch Risikofaktoren und Gefährdungen können angegeben werden, zum Beispiel Übergewicht.

Rehabilitationsfähigkeit

Hier geben Ärzte an, ob ihr Patient ausreichend belastbar und in der Verfassung ist, eine Rehabilitation zu absolvieren.

Rehabilitationsziele

Hier sollen Ärzte angeben, welche Ziele mit der Rehabilitationsleistung erreicht werden sollen, zum Beispiel „Gehen kurzer Strecken“.

Rehabilitationsprognose

Hier geben Ärzte an, ob die zuvor formulierten Ziele durch die empfohlene Leistung und im vorgesehenen Zeitraum voll oder gegebenenfalls nur eingeschränkt werden können.

Zuweisungsempfehlungen

Hier ist beispielsweise anzugeben, ob und welche Anforderungen die Reha-Einrichtung erfüllen soll.

Sonstige Angaben

Hier sind Angaben zum Beispiel zur Reisefähigkeit oder zum Bestehen einer Schwangerschaft möglich.