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Stand 06.07.2016

Veranstaltungen

KBV kontrovers „Medikationsplan und Co.: Was bringt das E-Health-Gesetz?“

Moderiertes Streitgespräch am 6. Juli 2016 in Berlin

Das E-Health-Gesetz und der Medikationsplan standen im Mittelpunkt einer Diskussion im Berliner KBV-Gebäude vor rund 150 Expertinnen und Experten aus allen Bereichen des Gesundheitswesens.

  • V.l.: KBV-Vorstandsvorsitzender Dr. Andreas Gassen, Moderation: Philipp Neumann, ABDA-Präsident Friedemann Schmidt. Foto: Grüneberg (KBV)

    V.l.: KBV-Vorstandsvorsitzender Dr. Andreas Gassen, Moderation: Philipp Neumann, ABDA-Präsident Friedemann Schmidt. Foto: Grüneberg (KBV)

  • Foto: Grüneberg (KBV)

    Foto: Grüneberg (KBV)

  • Foto: Grüneberg (KBV)

    Foto: Grüneberg (KBV)

  • V.l.: KBV-Vorstandsvorsitzender Dr. Andreas Gassen, Moderation: Philipp Neumann, ABDA-Präsident Friedemann Schmidt. Foto: Grüneberg (KBV)

    V.l.: KBV-Vorstandsvorsitzender Dr. Andreas Gassen, Moderation: Philipp Neumann, ABDA-Präsident Friedemann Schmidt. Foto: Grüneberg (KBV)

  • V.l.: KBV-Vorstandsvorsitzender Dr. Andreas Gassen, Moderation: Philipp Neumann, ABDA-Präsident Friedemann Schmidt. Foto: Grüneberg (KBV)

    V.l.: KBV-Vorstandsvorsitzender Dr. Andreas Gassen, Moderation: Philipp Neumann, ABDA-Präsident Friedemann Schmidt. Foto: Grüneberg (KBV)

Unter der Moderation von Philipp Neumann (gesundheitspolitischer Redakteur der Funke Mediengruppe) beschrieben

  • Dr. Andreas Gassen, Vorstandvorsitzender der KBV, und
  • Friedemann Schmidt, Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA),

gemeinsame und kontroverse Ansichten rund um die digitale Thematik.

Unterschiedliche Ansichten gab es etwa hinsichtlich der Zuständigkeit der jeweiligen Berufsgruppen. Gassens Position war dabei klar: „Die Verordnungshoheit muss beim Arzt liegen.“ Dies begründete er unter anderem mit der Indikationsstellung, die ebenfalls durch den Arzt erfolgt. Schmidt betonte zwar, „keinen Beitrag im ärztlichen Aufgabenbereich“ leisten zu wollen, im Unterschied zu den Ärzten seien Apotheker jedoch besser über die Selbstmedikation der Patienten im Bilde und wollen diese Kenntnisse in die Behandlung der Patienten einfließen lassen.

Grundsätzlich einig waren sich die Diskussionspartner darüber, dass der Medikationsplan helfen kann, die Arzneimitteltherapiesicherheit zu verbessern. Als eine Art Blaupause könnte dafür das gemeinsame Modell „Arzneimittelinitiative Sachsen-Thüringen“ (ARMIN) von KBV und ABDA dienen: Hierbei erhalten die Patienten schon seit 2014 ab fünf Medikamenten einen Medikationsplan.

Gassen betonte noch einmal, dass der vom Gesetzgeber festgesetzte Anspruch auf einen Medikationsplan ab drei gleichzeitig einzunehmenden Medikamenten nicht sinnvoll sei. Der Medikationsplan stelle schließlich einen Mehraufwand dar und müsse auch dementsprechend vergütet werden, was bei der Menge an Patienten jedoch schwierig werde. „Wir können nicht für eine Summe X, die einmal festgesetzt wurde, immer neue Leistungen aufnehmen. Wenn dem Gesetzgeber der Medikationsplan für alle Patienten so wichtig ist, muss dieser auch entsprechend honoriert werden.“ Auch Schmidt sah diese Problematik. So hätten die Apotheker wenig Anreiz, in die erforderliche Technik zu investieren, weil es keine zusätzliche Honorierung gebe.

Die nächste kontroverse Mittagspause findet mit Bundesgesundheitsminister Herrmann Gröhe am 16. November 2016 in Berlin statt. Das Thema: „Gesundheitspolitische Weichenstellung im Vorfeld der Bundestagswahl 2017“.