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Stand 14.09.2016

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KKH: Die Hälfte der Arztbesuche sei überflüssig.

Stellungnahme des KBV-Vorstandsvorsitzenden Dr. Andreas Gassen

Zur Behauptung der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH), die Hälfte der Arztbesuche sei überflüssig, erklärt der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. Andreas Gassen:

„Wo bleiben die Fakten für die Behauptung der KKH? Wir müssen dringend über eine Steuerung der Inanspruchnahme medizinischer Leistungen sprechen, wie es KBV und Kassenärztliche Vereinigungen (KVen) in ihrem Programm „KBV 2020“ auch fordern.

Purer Populismus à la KKH führt hier aber nicht weiter. Im Übrigen treiben einzelne Krankenkassen selber die Zahl der Arztkontakte hoch, indem sie beispielsweise offensiv bei ihren Versicherten das Einholen von Zweitmeinungen bewerben.

Die niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen versorgen unter schwierigen Rahmenbedingungen jeden Tag die Patienten in ihren Praxen. Jede zehnte Leistung wird dabei im Durchschnitt nicht vergütet. Es besteht also überhaupt kein Interesse daran, unnötigerweise die Zahl der Arztkontakte bzw. der Praxisbesuche der Patienten zu steigern.“