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Versichertenbefragung: Zehn Jahre Ansporn und Wertschätzung

Wartezeiten, Vertrauensverhältnis, Fachkompetenz – regelmäßig lässt die KBV die Versicherten befragen:

O-Ton Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der KBV:
„Wir sind zwar sehr selbstbewusst, was die Qualität der Versorgung angeht, die wir anbieten, aber es ist natürlich aber auch immer schön, wenn man das auch noch mal hinterfragt und kontrolliert, deshalb führen wir diese Versichertenbefragung seit zehn Jahren durch.„

Anfangs meist noch alle zwei Jahre, inzwischen will es die KBV in jedem Jahr wissen.

O-Ton Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der KBV:
„Weil es uns die Möglichkeit gibt, gerade im Bereich aktueller Themenstellung schneller die Rückkopplung zu den Versicherten zu bekommen. Hier wäre ein Thema jetzt zu nennen, das ist der ärztliche Bereitschaftsdienst. Wir müssen feststellen, dass erstaunlicherweise eine große Anzahl von Versicherten nur unzulänglich über die Option des ärztlichen Bereitschaftsdienstes informiert ist, hier werden wir sicherlich Konsequenzen ziehen, um beispielsweise die Notfallnummer 116 117 für den ärztlichen Bereitschaftsdienst stärker propagieren. Das ist ganz wichtig, weil wir hiermit Möglichkeiten finden, wie wir das Thema Notfall insgesamt angehen und die Problematik, die unverändert besteht, dass viele Patienten ungesteuert Krankenhausambulanzen aufsuchen, möglicherweise damit auch ein Stückweit lösen können.“

Auch bei der jüngsten Befragung hat sich gezeigt:
• Neunzig Prozent der Befragten erhielten schnell genug einen Arzttermin.
• 92 Prozent beschreiben ihr Vertrauensverhältnis als gut oder sogar sehr gut.
• Und ebenso viele fühlen sich in Sachen Fachkompetenz gut aufgehoben.

O-Ton Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der KBV:
„Ich glaube, dass wir damit auch hier ein Problembewusstsein schaffen und eventuelle Probleme die im Einzelfall auftreten können, hiermit auch beseitigen können.“

Ein weiteres Thema, bei dem die Versichertenbefragung einen konkreten Handlungsbedarf gezeigt hat: IGeL. Individuelle Gesundheitsleistungen.
Eine Konsequenz: Eine gemeinsame Broschüre mit der Bundesärztekammer – mit Infos für Patienten – und auch für Ärzte.
Für sie ist die Versichertenbefragung also Ansporn und Wertschätzung zugleich.

O-Ton Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der KBV:
„Umso mehr, als dass wir die Versichertenbefragung nun seit zehn Jahre durchführen und sich diese Werte auf diesem extrem hohen Niveau - was Vertrauen in die Kompetenz der betreuenden Ärztinnen und Ärzte angeht, was die allgemeine Zufriedenheit angeht – sich über diesen langen Zeitraum auf einem extrem hohen Niveau stabil hält und das ist natürlich eine Bestätigung. Was jetzt nicht heißt, dass man im Detail jetzt nicht das ein oder andere noch verbessern kann. Aber im Großen und Ganzen muss man sagen, ist das ein hervorragendes Ergebnis für die deutschen Vertragsärzte.“

Hierfür betreibt die KBV einen hohen Aufwand: Im Vergleich zu Landtags- und Bundestagswahlen befragt die Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag der KBV rund fünf-Mal so viele Menschen. Für noch mehr Zuverlässigkeit und Aussagekraft der Daten.

O-Ton Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der KBV:
„Hintergrund ist aber auch, dass wir natürlich für die 17 KVen auch regionalrepräsentative Ergebnisse haben und deshalb ist die Stichprobe besonders groß, was die Validität dieser Untersuchung eigentlich noch hervorhebt.“

Und so wollen Kassenärztliche Vereinigungen und die KBV auch im kommenden Jahr wieder eine Versichertenbefragung.

O-Ton Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der KBV:
„Wir werden natürlich die altbekannten Themen abfragen, um auch hier zu sehen, ob sich eine Veränderung eintritt. Die Tatsache, dass es bisher 10 Jahre so gut war, heißt ja nicht, dass es perspektivisch immer so bleiben muss. Und ich glaube, man muss sicherlich auch den einen oder anderen Themenschwerpunkt anreißen, der auch im Hinblick auf eine anstehende Bundestagswahl relevant ist und Bürger und Versicherte an der Stelle umtreibt.“

Die Forschungsgruppe Wahlen führt im Auftrag der KBV regelmäßig eine repräsentative Versichertenbefragung durch. Verschiedene Themenbereiche, wie beispielsweise Fachkompetenz, Freundlichkeit oder Wartezeiten werden dabei abgefragt. Warum die KBV dies tut und welche Schlüsse aus den Ergebnissen gezogen werden, das erklärt Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der KBV.

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