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Stand 09.01.2017

Positionen

Statement von Dr. Andreas Gassen zur digitalen Umsetzung des Medikationsplans

Der Medikationsplan ist ein gesetzlicher Auftrag gewesen, den die KBV und die Partner der Selbstverwaltung umgesetzt haben. Während einige Praxissoftware-Anbieter die notwendigen Anpassungen der Software kostenlos umsetzen, erheben andere teilweise erhebliche Kosten.

Dazu erklärt der Vorstandsvorsitzende der KBV, Dr. Andreas Gassen:

„Wir haben als KBV die digitale Umsetzung des Medikationsplans gemeinsam mit unseren Partnern der Selbstverwaltung voran gebracht und umgesetzt. Den Auftrag des Gesetzgebers im Rahmen des eHealth-Gesetzes haben wir pünktlich erfüllt, vor allem deshalb, weil der Medikationsplan dem Patienten zugute kommt. Es kann nun aber nicht sein, dass so manches Unternehmen auf der Seite der Praxissoftwarehersteller viel Geld von den niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen verlangt, die notwendigen Änderungen in die Praxis-Verwaltungs-Systeme einzupflegen. Immerhin handelt es sich hierbei um einen gesetzlichen Auftrag, dessen Erfüllung nun nicht der Umsatzmaximierung einiger Anbieter dienen darf – und zwar auf Kosten der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte. Ich appelliere an die Hersteller, ihre Preispolitik im Falle des Medikationsplans zu überdenken.

Eigene Software dürfen wir als KBV – leider – nicht entwickeln. Trotzdem müssen wir uns überlegen, ob wir in Fällen wie der vom Gesetzgeber verlangten Umsetzung eines digitalen Medikationsplans, die ja alle Praxen betrifft, eigene kostenlose Programmmodule herstellen können. Dafür brauchen wir aber die Unterstützung der Politik, die die dafür notwendigen rechtlichen Rahmenbedingungen schaffen müsste.“