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Fünf Jahre 116117: eine Nummer für fast alle Fälle

Die 116117 wird fünf Jahre alt. Doch was ist das eigentlich?

„Außer einer Hausnummer sagt mir das jetzt nichts. -116 117? Gar nichts. - Kenn ich nicht. - Hab ich noch nicht gehört."

Dr. Branko Trebar, KBV:
„Das ist eine Rufnummer unter der man dann sozusagen überall von Deutschland den für sich verantwortlichen Bereitschaftsdienst dann auch anrufen kann.“


Also: eine kostenlose Rufnummer für alle ärztlichen Bereitschaftsdienste in Deutschland. Braucht man einen Arzt, es ist aber kein Notfall, also nicht lebensbedrohlich und außerhalb der Sprechstunden, also nachts, am Wochenende und an Feiertagen - dann die 116117 anrufen.


Dr. Branko Trebar, KBV:
„Also wir sind mit der Einführung der Rufnummer sehr zufrieden“/ „Wir hatten im vergangenen Jahr 6 Millionen Patientinnen und Patienten, die die Rufnummer angewählt haben, in diesem Jahr erwarten wir sogar 7 Millionen Anrufer.“

An bestimmten Tagen ist die Nummer besonders begehrt...

Dr. Branko Trebar, KBV:
„..gerade zu Stoßzeiten wie Ostern, Pfingsten oder Weihnachten kann es eben auch schon mal passieren, dass 50.000 Patientinnen und Patienten diesen Dienst in Anspruch nehmen.“

Dann kann es auch etwas länger dauern.

Vor der Einführung vor fünf Jahren gab es ungefähr 1.000 regional unterschiedliche Rufnummern:

Dr. Branko Trebar, KBV:
„Diese Rufnummern waren zum Teil in der Tagespresse zu finden, zum Teil auf irgendwelchen Anrufbeantwortern und das war natürlich mit den veränderten Lebensgewohnheiten der Patientinnen und Patienten nicht mehr vereinbar.“/
„Deshalb hat sich die niedergelassene Ärzteschaft, das heißt die Vertragsärzte, bereits im Jahr 2006 dazu entschlossen, eine einheitliche Rufnummer für den Bereitschaftsdienst in Deutschland einzuführen.“

Das war gar nicht so einfach: Denn der ärztliche Bereitschaftsdienst wird regional organisiert, sieht also überall ein bisschen anders aus. Beispielsweise gibt es den fahrenden Bereitschaftsdienst ganz ohne Praxis, Anlaufpraxen in Krankenhausnähe und Ärzte, die den Dienst in ihrer Praxis leisten.

Dr. Branko Trebar, KBV:
„Außerdem ist es so, dass in Deutschland derzeit schon 700 Bereitschaftsdienstpraxen eingeführt worden sind. Das sind Praxen, die ausschließlich für den ärztlichen Bereitschaftsdienst öffnen. Das heißt zu Abendstunden, in der Nachtzeit oder am Wochenende und ob es eine Bereitschaftsdienstpraxis in der Nähe des Patienten oder der Patientin gibt und wie der genaue Standort ist, das soll in Zukunft auch über unsere Website quasi einsehbar sein. Selbstverständlich bekommt man diese Information aber auch weiterhin über unsere Rufnummer, über die 116117.“

Denn die gilt inzwischen von überall in Deutschland.

Für uns von der 116117 ist die große Herausforderung natürlich die, den Patienten in den für ihn zuständigen Bereitschaftsdienstbezirk dann weiterzuleiten. Für Anrufer aus dem Festnetzbereich ist das relativ einfach, da gibt es die Vorwahlnummern…


Die werden automatisch erkannt. Mit dem Handy ist es schwieriger. Hier muss der Anrufer entweder seine Vorwahlnummer eingeben oder wird in ein bundesweites Callcenter weitergeleitet und erst dann mit dem vor Ort zuständigen Bereitschaftsdienst verbunden. Hier sollen schnellere Lösungen her. Und: Das ist noch nicht alles:

Dr. Branko Trebar, KBV:
„Zum Beispiel nutzen immer mehr Patientinnen und Patienten unsere Website, die 116117info.de. Und hier planen wir einen Relaunch damit auch Patientinnen und Patienten, die mit einem Smartphone oder einem Tablet auf diese Website zugreifen, sehr schnell an die wesentlichen Informationen kommen.“

Alle Infos finden Sie im Internet:
www.116117info.de
www.kbv.de

Sechs Ziffern, eine Nummer und jede Menge Anrufe, vor allem an Wochenenden, nachts und an Feiertagen. Das ist die Erfolgsgeschichte der 116117. Eine Nummer, die sich jeder Patient in Deutschland merken sollte, denn sie gilt bundesweit und hilft bei akuten medizinischen Problemen immer dann weiter, wenn die Arztpraxis geschlossen hat.