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Zukunftssichere Versorgung nur mit der Selbstverwaltung

Resolution der KBV-Vertreterversammlung vom 2. März 2018

Wir Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten konstatieren mit Befremden die aktuellen Bestrebungen der Gesundheitspolitik, in die ärztliche und gemeinsame Selbstverwaltung einzugreifen.

Diese sind angesichts der hervorragenden ambulanten wohnortnahen Versorgung der Bevölkerung mehr als unverständlich.

Die Scheindebatte um eine angebliche Zwei-Klassen-Medizin und um eine postulierte Terminungerechtigkeit weisen wir als realitätsfern und unsachlich zurück.

Eine Leistungsausweitung, wie sie der Koalitionsvertragsentwurf ankündigt, ist mit den in der ambulanten Versorgung geltenden Budgets nicht vereinbar.

Schon heute beträgt die durchschnittliche Arbeitszeit der Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten 52 Stunden pro Woche. Daher ist nicht die Mindestsprechstundenzeit von 20 auf 25 Stunden auszubauen, sondern die Bürokratie von insgesamt 50 Millionen Stunden pro Jahr in den Praxen zurückzufahren.

Wie die Arbeitszeit zu gewichten ist, kann in den Praxen vor Ort und anhand der jeweiligen Versorgungsnotwendigkeiten am besten beurteilt werden.

Die Vertreterversammlung der KBV fordert die Politik auf, die bewährten Prinzipien der Freiberuflichkeit und den notwendigen Spielraum für die Selbstverwaltung zu erhalten und gemeinsam mit den Vertragsärzten und Vertragspsychotherapeuten daran zu arbeiten, die Versorgung zukunftssicher zu machen.

Der nachwachsenden Generation müssen Bedingungen bereitet werden, die eine Entscheidung für die Niederlassung begünstigen und nicht behindern. Dazu gehört beispielsweise, Regresse abzuschaffen und die sprechende Medizin aufzuwerten.