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Stand 13.03.2018

Laborreform

Die Laborreform: Erste Stufe

Die zunehmende Zahl an Laboruntersuchungen und der Einsatz teurer innovativer Verfahren haben in der vertragsärztlichen Versorgung dazu geführt, dass die Kosten für Laborleistungen deutlich stärker steigen als die morbiditätsbedingte Gesamtvergütung (MGV). Da Laborleistungen aus der MGV finanziert werden, geht dies zulasten der Vergütung anderer Leistungen.

Ziele der Reform

Mit der Laborreform soll der Kostenanstieg von derzeit rund fünf Prozent jährlich gebremst werden. Es sollen stärkere Anreize für eine wirtschaftliche Veranlassung und Abrechnung von Laboruntersuchungen gesetzt werden. Die erste Stufe der Reform beginnt am 1. April 2018.

Durch den starken Kostenanstieg steigen die Nachschussbeträge, weil das Geld im Labortopf (Grundbetrag „Labor“) nicht ausreicht. Das hierfür bereitgestellte Geld geht zulasten der Vergütung anderer Leistungen. Die hierfür erforderlichen Regelungen werden zukünftig von den Kassenärztlichen Vereinigungen regional festgelegt. Die KBV-Vorgaben zur Honorarverteilung enthalten ab dem 1. April keine bundeseinheitliche Quote „Q“.

Inhalte der Reform

Kern der Reform ist eine Neuregelung der Vergütung des Bonus für die wirtschaftliche Veranlassung von Leistungen der Laboratoriumsmedizin. Die wesentlichen Inhalte sind:

  • Es gibt eine neue Systematik zur Berechnung des Wirtschaftlichkeitsbonus.
    Damit wird der Anreiz, Laborleistungen wirtschaftlichen zu veranlassen und zu erbringen erhöht.
  • Die Verantwortung für die Finanzierung von Laborleistungen aus der MGV wird in die Region gegeben. Dazu hat die KBV ihre Vorgaben zur Honorarverteilung angepasst. Die Umsetzung erfolgt durch die Kassenärztlichen Vereinigungen.