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Mein PraxisCheck Informationssicherheit

Ein Patient hinterlässt so einiges an Spuren; Informationsspuren: Daten und Diagnosen, Behandlungen und Besonderheiten, Überweisungen und Unverträglichkeiten.Ihre Praxis ist voll davon.Wie also sammeln, sortieren und sichern Sie die Informationen so, dass Privatsphäre, Datenschutz und andere wichtige Dinge gewahrt bleiben? Denn das ist des Patienten gutes Recht.Da hilft Ihnen Mein PraxisCheck zur Informations-Sicherheit in der Praxis.
Stefan Berger, IT-Experte der KBV: "Mein PraxisCheck ist ein Selbstbewertungstool für Ärzte und Psychotherapeuten. Hier werden 19 Fragen online zur Verfügung gestellt zu dem Thema Informationssicherheit in der Arztpraxis; diese Fragen beinhalten unterschiedliche Aspekte: zum Beispiel die Computersicherheit, aber auch die Arbeitsplatzsicherheit, die räumliche Sicherheit. Und das Schöne daran ist, dass diese Fragen direkt mit Antworten verbunden sind; das heißt, wenn eine Frage beantwortet wird, dann bekommt derjenige, der sie ausfällt, auch direkt ein Feedback, also einen Tipp, einen Hinweis, eine Antwort."
Ein Tipp beispielsweise: Trennwände und Hintergrundmusik. Denn das ermöglicht eine diskrete Datenerhebung und Kommunikation.Ein weiteres Beispiel: Computerbildschirme. Sie sollten unbedingt vor neugieren Blicken Unbefugter abgeschirmt werden.
Stefan Berger, IT-Experte der KBV: "Als Erstes und sicherlich auch als Einfachstes umzusetzen ist, den Computer zu schützen, solange er nicht im Zugriff ist. Das macht man idealerweise mit einem Bildschirmschoner, der dann auch dazu fährt, dass ein Passwortschutz ihn erst wieder aktiviert. Weiteres ist zum Beispiel die Zugriffssteuerung, das heißt in einer Arztpraxis sollte keine Passwortvergabe für mehrere Personen existieren, sondern es sollte ein strukturiertes Berechtigungskonzept existieren, das benutzerbezogen rollenspezifische Passworte vergibt. Und drittens hier zu nennen ist die E-Mail-Kommunikation. Grundsätzlich ist sie unsicher; deswegen unsere Empfehlung an dieser Stelle: Verschlüsselung und signiert, beziehungsweise hier auch die Angebote, die die KV im Sicheren Netz der KVen zur Verfügung stellt.
Beim Faxgerät sollten Sie als Erstes an einen sicheren und zutrittsgeschützten Aufstellort achten, sodass also nur berechtigte Personen dieses Faxgerät auch nutzen. Als Zweites ist es wichtig, Nummern auch vor der Eingabe zu prüfen und sicherzustellen, dass der Empfänger auch derjenige ist, dem Sie das Fax schicken wollen. Das können Sie idealerweise auch machen, indem Sie die Faxnummern in das Gerät vorher einspeichern, zumindest die wichtigsten Nummern, die Sie regelmäßig benutzen. Und als Drittes ist unsere Empfehlung, die Empfänger vorher anzurufen, und mit ihnen zu vereinbaren, dass ein Fax kommt, sodass Sie auch sicherstellen, dass derjenige das Fax direkt aus dem Gerät abholt."
Generell sind Sie dazu verpflichtet, Datenschutzerklärungen von externen Personen einzuholen, an die Sie Patientendaten weitergeben – beispielsweise Dienstleiter, wie Labore.Mein PraxisCheck sagt Ihnen, wie. Aber ohne erhobenen Zeigefinger: Es handelt sich nicht um eine Kontrolle oder eine Wissensprüfung.
Stefan Berger, IT-Experte der KBV: "Die Antworten, die der Benutzer dieses Systems gibt, werden nicht gespeichert. Sie werden als Information der Praxis weitergegeben; es ist ein reines Serviceangebot und die Checklisten, die hier hinterlegt werden, dienen der Informationssicherheit des Arztes."
Und so bietet Mein PraxisCheck auch Tipps für das Sichern der Patientendaten. Aber auch für das fristgerechte Aufbewahren von Patientenakten. Und natürlich auch für deren korrekte Vernichtung. Damit Ihnen das aber nicht ungewollt passiert, sollten Sie auch Ihre Stromversorgung absichern.
Stefan Berger, IT-Experte der KBV: "Ein anderer Aspekt des Datenverlustes oder des Risikos des Datenverlustes kann durchaus die Nutzung von mobilen Geräten sein. Hier ist darauf zu achten, dass Sie diese natürlich immer auch mit Passwortschutz versehen, aber auch nirgendwo liegen lassen und entsprechend auch darauf achten."
Damit keine Information, die Sie brauchen, plötzlich spurlos verschwunden ist.

Patientendaten in der Arztpraxis brauchen besonderen Schutz. Doch wie stellt man sicher, dass sie auch dort bleiben, wo sie hingehören?
Worauf muss man achten? Wo lauern Gefahren? In nur 15 Minuten können Niedergelassene Klarheit erlangen: mit Hilfe der Online-Checkliste "Mein PraxisCheck Informationssicherheit"

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