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Digitalisierung: Zukunftspraxen gesucht

Dr. Bernhard Tenckhoff, Leiter Innovation, Strategische Analyse und IT-Beratung in der KBV:
„Hinter dem Namen KBV-Zukunftspraxis verbirgt sich ein Projekt der KBV, das zum Ziel hat, für Ärzte sinnvolle digitale Dienste zu identifizieren und diesen Diensten dann in der realen Versorgungspraxis direkt auf den Zahn zu fühlen. Das Ganze ist eingebettet in ein Programm der KBV, zum einen „KV Digital“, das so ein bisschen die Vorbereitung macht, und dann das „Praxis-Barometer“ der KBV, was so ein bisschen abfragt, was tatsächlich in den Praxen an Digitalisierung ankommt und wo der Bedarf ist. Insgesamt haben sich über 60 Unternehmen auf unseren Aufruf hin bei dem Projekt KBV-Zukunftspraxis beworben, davon konnten wir zehn auswählen, die wir jetzt in die nächste Phase, wie gesagt den Versorgungstest, nehmen. Das sind Unternehmen aus im Prinzip vier verschiedenen Bereichen, eher medizinisch orientierte Unternehmen, die Medizinprodukte letztendlich zum Inhalt haben. Dann digitale Dienste, die die Prozessabläufe in den Praxen verbessern und unterstützen sollen. Dienste, die eher sich mit Dokumentationen und Unterstützung für den Arzt beschäftigen und von denen wir hoffen, dass sie die Ärzte unterstützen. Und dann haben wir zwei Praxisverwaltungssystem-Aspekte, beziehungsweise da besondere Dienste, die wir gerne in der Praxis evaluieren wollen, um zu schauen, ob die für Ärzte auch tatsächlich sinnvoll sind.“

Wer kann KBV-Zukunftspraxis werden?
Dr. Bernhard Tenckhoff, Leiter Innovation, Strategische Analyse und IT-Beratung in der KBV:
„Wir sind jetzt auf der Suche nach innovativ orientierten Praxen, die tatsächlich mit uns gemeinsam maximal einen dieser Dienste in ihrer Praxis testen wollen. Das bedeutet, dass wir mit diesen Praxen gemeinsam diese Dienste in deren Praxen zum Laufen bringen wollen und dann diese Praxen bei dem Testlauf begleiten wollen. Das heißt, sie bekommen vorneweg einen Fragebogen, bei dem sie beantworten sollen, was für Erwartungen sie an diesen Dienst haben. Dann, nachdem wir diesen Dienst in der Praxis zum Laufen gebracht haben, wird ein Fragebogen kommen, der sich auf den Implementierungsaufwand, Schulungsaufwand, Prozessumstellung bezieht und dann beginnt die eigentliche Testphase, die wir 12 bis 18 Monate laufen lassen wollen. Und am Ende dieser Testphase werden wir wiederum einen Fragebogen dann in die Praxen schicken, mit der Bitte zu evaluieren, wie sie diesen Dienst auch über diese Zeit und mit einer gewissen Nachhaltigkeit empfunden haben und ob er ihnen in der Praxis was genützt hat.“

Sind bestimmte Fachgruppen gefragt?
Dr. Bernhard Tenckhoff, Leiter Innovation, Strategische Analyse und IT-Beratung in der KBV:
„Wir haben Dienste, die ich sag mal vom medizinischen Inhalt her, eher bestimmte Fachgruppen adressieren, in dem Fall sind das Hautärzte oder Pneumologen. Wir haben andere Dienste, die eher offen sind, wo wir Fachgruppen-unabhängig das Ganze testen können und wollen, da wäre es für uns tatsächlich interessant, dass sich eine breite Gruppe von Praxen, die – wie gesagt bei sowas mitmachen wollen – tatsächlich sich auch bei uns melden.“

Welche technischen Voraussetzungen sind erforderlich?
Dr. Bernhard Tenckhoff, Leiter Innovation, Strategische Analyse und IT-Beratung in der KBV:
„Also, es sollte schon eine gewisse Aufgeschlossenheit für digitale Dienste und Innovationen und Technik da sein, aber wir haben bisher nicht in irgendeiner Form eine zwingende Voraussetzung, dass irgendwelche technischen Dinge – was weiß ich Konnektoren oder Anschlüsse – vorhanden sein müssen. Für den einen oder anderen Dienst kann das mal sein, dass wir hier eher mit Praxen vielleicht anfangen, die so etwas haben. Aber da gibt es keine ganz engen Voraussetzungen. Wichtig wäre es schon, dass es einen Computer in den Praxen gibt.“


Was kommt auf die teilnehmenden Praxen zu?
Dr. Bernhard Tenckhoff, Leiter Innovation, Strategische Analyse und IT-Beratung in der KBV:
„Das eine ist, dass es natürlich ein neuer Dienst ist. Das bedeutet, dass man sich damit auseinandersetzen muss, dass es möglicherweise auch einen gewissen Schulungsaufwand und Prozessumstellungsaufwand gibt, der in der Praxis und mit den Praxismitarbeitern geleistet werden muss. Und das werden wir tatsächlich auch nicht in irgendeiner Form vergüten oder entschädigen können. Vorteile sind, dass wir versuchen werden diesen Dienst ansonsten für den Praxisinhaber und die benutzenden Ärzte und Praxismitarbeiter soweit es geht kostenfrei zu stellen. Das heißt, wir werden mit den Anbietern oder den Praxen die entsprechenden Vereinbarungen treffen, damit da nicht noch zusätzliche finanzielle Belastungen auf die Praxen zukommen. Wir werden die Praxen bei der Implementierung dieser Dienste unterstützen und auch als Zeichen, dass eine Praxis so entsprechend sich innovativ und an Innovation beteiligt, werden wir den Praxen die Möglichkeit geben, auch das Logo der Zukunftspraxis zu führen. Das heißt, es wird einen kleinen Aufkleber geben für das Praxisschild, möglicherweise auch ein Banner für die Praxiswebsite und eine Urkunde, die in der Praxis ausgestellt werden kann. Wie gesagt das Projekt KBV-Zukunftspraxis ist eines, was auf der einen Seite die Praxen und die praktischen Erfahrungen in der realen Versorgung mit den Erfahrungen der KVen und der KBV und neuen Ideen aus dem Markt von Unternehmen zusammenbringen will. Und dementsprechend arbeiten wir zumindest in einigen Bereichen auch eng mit KVen zusammen, die voraussichtlich das eine oder andere Projekt unterstützen und gegebenenfalls auch bei der Unterstützung und bei den Kontakten zu den Zukunftspraxen unterstützen.“

Innovationsfreundliche Praxen können schon demnächst digitale Anwendungen der Zukunft daraufhin testen, ob sie den Versorgungsalltag verbessern werden. Im Rahmen des Projektes KBV-Zukunftspraxis bietet die KBV die Möglichkeit zum Praxistest im doppelten Wortsinn: Zehn digitale Anwendungen haben es ins Finale einer mehrmonatigen Auswahlphase geschafft und dürfen sich nun in ausgewählten Praxen bewähren. Welche Praxen hierfür gesucht werden und was auf diese bei Teilnahme zukommt, erläutert der Projektleiter Dr. Bernhard Tenckhoff von der KBV in diesem Video.