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Grippeschutzimpfung

Umfrage: Lassen Sie sich dieses Jahr gegen Grippe impfen?
"Ich werd’ mich nicht impfen lassen."“
"Ja, schon seit vielen Jahren nehmen wir an der Grippeschutzimpfung teil."“
"Noch nie gemacht, würd ich auch nie tun, halt ich nichts von. Ich esse viel Obst und Gemüse, das reicht."“

Nicht einmal jeder Dritte (31%) lässt sich gegen Influenza impfen - und die Impfmüdigkeit der Deutschen steigt. Nicht nur bei Grippe. Dabei bedrohen uns ständig und überall kleine unsichtbare Feinde: Viren und Bakterien – Erreger von Kinderlähmung, Masern, oder Mumps.

O-Ton Prof. Regine Heilbronn, Virologin an der Charité: "Durch die Impfkampagnen der letzten Jahre und Jahrzehnte erlebt man schwerwiegende Infektionskrankheiten nicht mehr so häufig und meint deshalb, es sei nicht unbedingt notwendig, etwas vorbeugend dagegen zu tun. Die wichtigste Anlaufstelle für die Frage nach Impfung ist natürlich der Arzt, der Hausarzt typischerweise, und im Arzt-Patientengespräch kann man alle Fragen und auch mögliche Bedenken zu den Impfungen klären. Es ist die Gelegenheit, wo der Impfstatus generell überprüft werden kann und überprüft werden sollte, und der Arzt, der sich auch selbst hat impfen lassen, um sich selbst zu schützen, kann am allerbesten seine Patienten überzeugen, dass diese Impfung wichtig und sinnvoll ist."“

Auch das Praxispersonal sollte die Patienten auf den aktuellen Impfstatus ansprechen und an Impftermine erinnern. Infomaterial im Wartezimmer beantwortet zusätzlich Fragen auch zum Mitnehmen.

O-Ton Prof. Regine Heilbronn, Virologin: "In Praxen ist die Impfung besonders wichtig: Dort laufen die kranken Patienten an und das Risiko ist enorm hoch, sich dort anzustecken – sowohl für die anderen Patienten in der Praxis, als auch für das Praxispersonal. Von daher ist es absolut wichtig, dass sowohl die Ärzte in der Praxis als auch das Praxispersonal geimpft sind, um sich, die Patienten und auch ihre Kollegen zu schützen."“

Eine einzige Injektion genügt und für die sogenannten "Risikogruppen" ist sie sogar kostenlos. Vergütet wird der Influenza-Schutz im Rahmen der Schutzimpfungs-Richtlinie außerhalb des Regelleistungsvolumens ohne Mengenbegrenzung zu festen Preisen. Das heißt: Die Krankenkassen müssen für jede erbrachte Impfleistung zusätzliches Geld bereitstellen.

O-Ton Dr. Iris Dötsch, Hausärztin in Berlin: "Wenn ich meinen Patienten ausführlich mögliche Nebenwirkungen der Grippeschutzimpfung erläutere, also insbesondere Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Fieber, Schüttelfrost oder Unwohlsein, oder auch dass in seltenen Fällen an der Einstichstelle halt Hautrötungen oder Hautausschlag auftreten können, dann sind die meisten Patienten ganz dankbar und nehmen die Grippeschutzimpfung gerne an."“

Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt, sich einmal im Jahr gegen Influenza impfen zu lassen. Wegen der Mutationsfreudigkeit der Viren wird der Impfstoff alljährlich neu zusammengestellt.

O-Ton Dr. Iris Dötsch, Hausärztin: "Es ist so, dass die Grippewelle eigentlich im Januar kommt, erfahrungsgemäß; aber der ideale Zeitraum ist Oktober bis November. Man kann sich auch noch später impfen lassen: So nach zehn bis 14 Tagen ist dann der vollständige Impfschutz erreicht."“

Der Beginn der Grippesaison ist ein idealer Anlass, auch den allgemeinen Impfstatus Ihrer Patienten zu überprüfen. Denn nicht nur bei der Influenza gilt: Impfungen vermeiden Infektionen – und sind nach wie vor eine der wichtigsten Präventionsmaßnahmen.

Vorbeugen ist besser als Heilen. Das weiß niemand so gut, wie Ärzte. Und doch lassen sich zu wenige zum Beispiel gegen Influenza impfen. Dabei schützen sie mit einer einzigen Injektion nicht nur sich selbst, sondern auch ihre Familie, Mitarbeiter und Patienten. Und: Wer selbst vorsorgt, kann auch seine Patienten besser vom Sinn der Vorsorge überzeugen.

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