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Tipps und Tricks vom Gesundheitsamt

Wenn sich das Gesundheitsamt anmeldet, dann führt das zu erheblicher Unruhe von Praxisinhaber und Team. Doch das muss nicht sein. Gerhard Samosny vom Gesundheitsamt Alzey-Worms sieht sich als Berater. Von Drohgebärden einer Behörde hält er nichts.
Dr. Gerhard Samosny vom Gesundheitsamt Alzey-Worms:
"Es geht auch nicht um Besserwisserei. Uns ist auch klar, dass so eine Arztpraxis auch nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten geführt werden muss. Uns ist auch klar, dass bauliche Gegebenheiten nicht einfach verändert werden können, um zum Beispiel einen höheren Hygienestandard zu erreichen. Aber oft sind es Kleinigkeiten, die verbessert werden können und manchmal muss man auch vielleicht sich überlegen, was man mittelfristig oder langfristig doch am Praxisablauf ändert, um bessere hygienische Verhältnisse was ja letztendlich auch im Interesse des Praxisinhabers ist zu erreichen."
Doch die Anforderungen an die Praxisausstattung, Arbeitsabläufe und Dokumentationen sind teils unpräzise formuliert und lassen Spielraum für eine individuelle Auslegung. Das Problem: Die Gesundheitsämter gehen nicht gleich vor. Nicht nur von Bundesland zu Bundesland arbeiten die Behörden unterschiedlich, auch von Kreis zu Kreis.
Wolfgang Weber von der Abteilung Qualitätssicherung der KV RLP:
"Man muss hier zunächst feststellen, dass es ein sehr schwieriges Terrain ist. Da geht nicht jedes Gesundheitsamt gleich vor wie das andere und von daher ist es aus unserer Sicht sehr schwierig, hier dem Arzt eine Empfehlung an die Hand zu geben, eine Checkliste an die Hand zu geben. Es gibt von der KBV eine Broschüre, die halt eben für diese Überwachungen und Begehungen von Arztpraxen durch Behörden versucht hat, das Wesentliche zusammenzustellen. Damit hat man eine erste Orientierung, aber es ist keine Allround-Unterstützung, die den Arzt jetzt vor jeder Begehung auch schützen kann."
Hier sind drei Beispiele, wie man es genau nicht machen sollte, wenn man Ärger mit dem Gesundheitsamt vermeiden möchte. So fängt Hygiene bei den Händen an. Schmuck und Uhren sind tabu. Die Dauer bestimmt die Gründlichkeit. Bei der hygienischen Händedesinfektion muss man sich mindestens drei Milliliter des Mittels eine halbe Minute lang über die Hände reiben. Nicht vergessen darf man dabei die Handgelenke, Fingerzwischenräume und die Nagelfalze. Das schöne baumwollene Handtuch für alle ist fehl am Platz. Hier gehören Einmal-Handtücher aus Papier her. Und was gut gemeint ist, das geht hier gründlich schief. Bei überfüllten Behältnissen kann die Verpackung reißen. Gerhard Samosny hat vor allem einen Tipp, wenn sich das Gesundheitsamt anmeldet:
Dr. Gerhard Samosny vom Gesundheitsamt Alzey-Worms:
"Ich würde dann auf jeden Fall in meinen Hygieneplan mal reingucken, was ich mir da alles aufgeschrieben habe, und würde den mit dem Praxispersonal, mit meinem Assistenzpersonal einmal durchsprechen, ob man das auch alles so macht, wie man das sich mal überlegt hat."

Oft sind es Unsicherheiten und Kleinigkeiten, die große Auswirkungen auf die Praxishygiene haben können. Aufgabe der Gesundheitsämter ist es, genau diesen auf die Schliche zu kommen und Empfehlungen abzugeben, wie Ärzte den Praxisalltag besser gestalten können. KV-on zeigt drei Beispiele, die Niedergelassene lieber nicht nachmachen sollten.

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