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Kriedel: Bestellfrist für Telematikinfrastruktur muss aufgehoben werden

Dr. Thomas Kriedel, Vorstandsmitglied der KBV:


"Der Gesetzgeber hat gottseidank einen Schritt in die richtige Richtung vorgesehen, indem er im Pflegestärkungsgesetz einen entsprechenden Passus eingebracht hat. Der sieht vor, dass die Frist für die Sanktionen vom Ende diesen Jahres bis zum 30.6. des nächsten Jahres verlängert wird, also 6 Monate Verlängerung. Das ist grundsätzlich richtig, ist aber zu kurz gesprungen, weil er gleichzeitig gefordert hat, dass diese Fristverlängerung nur die Ärzte bekommen sollen, die in diesem Jahr noch bestellen. Das wäre an sich nicht schlimm, wenn jeder Arzt bestellen könnte. So ist es aber nicht. Es gibt immer noch nach unseren Schätzungen ungefähr ein Drittel aller Ärzte, aller Praxen, die nicht bestellen können, weil ihr PVS-Hersteller, ihr Praxisverwaltungssystemhersteller noch keinen Konnektor im Angebot hat. Insofern kann der Arzt kein Bundle kaufen oder er müsste die Katze im Sack kaufen. Er weiß nicht, wie die Preise sind und er weiß nicht, ob er ein Stück Software bekommt, was den Konnektor, den er sich eventuell kaufen müsste, um den Sanktionsdrohungen zu entgehen, ob der Konnektor mit seinem PVS-System zusammenpasst. Deshalb unsere klare Aufforderung an den Gesetzgeber: Ja zur Fristverlängerung mindestens bis zum 30.6. nächsten Jahres, am besten noch bis ins vierte Quartal hinein, auf jeden Fall aber Wegfall der Bestellfrist in diesem Jahr."

Die Anbindung an die Telematikinfrastruktur geht voran, aber insgesamt zu langsam. Erst seit Kurzem ist überhaupt ein zweiter Konnektor im Angebot. Auf weitere Modelle wird weiterhin gewartet. Gleichzeitig sind Ärzte und Psychotherapeuten verpflichtet, ihre Praxen bis zum 31.12.2018 an die TI anzuschließen. Sonst drohen Sanktionen. Nur womit? Dies hat inzwischen auch der Gesetzgeber erkannt und eine Aufweichung dieser Regelung angekündigt. Die soll die Sanktionen für ein halbes Jahr aussetzen, wenn Praxen die notwendige Technik rechtzeitig bestellt haben. In seinem Statement erläutert Dr. Thomas Kriedel, Vorstandsmitglied der KBV, warum das Ärzte und Psychotherapeuten unverschuldet in Bedrängnis bringt und wie sein Vorschlag aussieht.

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