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Die Kassenärztliche Bundesvereinigung in der Presse

Unter uns regeln

Im Interview mit dem Deutschen Ärzteblatt positionierte sich der KBV-Vorstand um Dr. Andreas Gassen, Dr. Stephan Hofmeister und Dr. Thomas Kriedel bei Themen wie Landarztquote, Notfallversorgung und Digitalisierung klar.

Eigene Lösungsvorschläge kündigte die KBV beim Thema Notfallversorgung an. „Wir erarbeiten derzeit ein Konzept, in dem es eine – auch virtuelle – Anlaufstelle gibt, die Patienten dann in die richtige Versorgungsebene schickt. Denn aus unserer Sicht soll jeder medizinisch das machen, wofür er personell und technisch ausgestattet ist“, so der KBV-Vorstandsvorsitzende Gassen im Gespräch.

Dazu erklärt Hofmeister, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KBV: „Der Bürger lässt sich nicht steuern, die Politik will ihn nicht steuern. Wir müssen den Bürger also abholen.“ Aus der Sicht der drei KBV-Vorstände brauche es regionale Lösungen für die künftige Triagierung sowie der anschließenden Versorgung der Notfälle. „Wir müssen das unter uns regeln. Politische Bedarfsplanung ist das teuerste, was wir bekommen können“, zitiert das Deutsche Ärzteblatt Hofmeister weiter.

Auch die Landarztquote für das Medizinstudium bewertet der KBV-Vorstand kritisch. Man müsse viel mehr gemeinsam mit den Bürgermeistern und Landräten vor Ort agieren, um junge Leute für eine ärztliche Tätigkeit auf dem Land zu motivieren und gemeinsam „die Ärzte zu suchen, die auch wirklich aufs Land wollen“, sagte Hofmeister.

Zur aktuellen Diskussion um Updates für die Arztsoftware beim Medikationsplan oder der Streit mit dem GKV-Spitzenverband um die Finanzierung der Konnektoren, die für den Roll-out der elektronischen Gesundheitskarte notwendig sind, äußerte sich der Vorstand ebenfalls. „In solch einer Marktsituation müssen wir als KBV die Möglichkeit bekommen, zumindest einen Prototypen anzubieten, der die technischen Voraussetzungen bietet“, erklärte Vorstandsmitglied Kriedel dem Medium.

Deutsches Ärzteblatt vom 03. Mai 2017