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Die Kassenärztliche Bundesvereinigung in der Presse

Höhere Honorare für Psychotherapie

Die sogenannte Psychotherapeutische Sprechstunde und die Akutbehandlung werden nun doch so hoch bewertet wie die Gebührenordnungspositionen der Richtlinienpsychotherapie, schreibt die Ärzte Zeitung. Darauf hätten sich GKV-Spitzenverband und KBV im Bewertungsausschuss geeinigt.

Jetzt erhielten die Vertragsärzte und -psychotherapeuten für eine Sitzung von mindestens 25 Minuten 44,33 Euro, bei einer Dauer von 50 Minuten 88,56 Euro. Im ursprünglichen Vergütungsbeschluss des Erweiterten Bewertungsausschusses vom 29. März waren – wie aus dem Artikel hervorgeht – für die Sprechstunde sowie für die Akutbehandlung bei einer Dauer von mindestens 25 Minuten 42,75 Euro, bei 50 Minuten 85,50 Euro vorgesehen.

Dagegen habe die KBV vor dem Landessozialgericht Berlin-Brandenburg geklagt. Sie argumentierte, dass sich der Arbeits- und Organisationsaufwand in psychotherapeutischen Praxen durch die Einführung der neuen Leistungsangebote erhöht. Deshalb sei es nicht nachvollziehbar, dass diese schlechter bezahlt würden.

„Diese Klage werden wir nun zurückziehen", kündigte KBV-Chef Dr. Andreas Gassen an. Er zeigte sich zufrieden, dass "unser Engagement für die psychotherapeutische Versorgung der Patienten erfolgreich gewesen" sei. "Ich freue mich, dass die Kassenseite ihre Position noch einmal überdacht hat“, zitiert ihn die Ärzte Zeitung.

Die Entscheidung werde dazu beitragen, "dass mit den neuen psychotherapeutischen Leistungen das erreicht wird, was der Gesetzgeber beabsichtigt hat: den Versicherten ein kurzfristig verfügbares und niedrigschwelliges Versorgungsangebot in ausreichendem Umfang zur Verfügung zu stellen", ergänzte Gassens KBV-Vorstandskollege Dr. Stephan Hofmeister.

Ärzte Zeitung vom 21. Juni 2017