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Die Kassenärztliche Bundesvereinigung in der Presse

Gassen: Belegarztwesen neu definieren

Auf dem KBV-Sicherstellungskongress 2017 haben KBV-Vorstandsvorsitzender Dr. Andreas Gassen und Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe über die Rolle der ambulanten Versorgung diskutiert. Dies berichtet die Ärzte Zeitung.

Zur Sicherstellung der ambulanten Versorgung durch die KVen gehöre eine engere Zusammenarbeit mit den Kliniken, betonte Gassen. "Wir wollen deshalb das Belegarztwesen neu definieren, womöglich werden wir auch einen neuen Namen dafür finden müssen", zitiert das Medium den KBV-Chef.

Kern eines neuen Belegarztwesens könnten zentrale Einrichtungen mit einem Bettentrakt sein, "an denen alle Facharztgruppen beteiligt werden", so Gassen weiter. Die Koordination der Patienten könnten die Hausärzte übernehmen. Das biete den Patienten eine Kontinuität der Betreuung.

Telemedizin hingegen gehört laut Gassen nicht zu den großen Pfeilern der künftigen Sicherstellung, wie dem Artikel zu entnehmen ist. Seiner Ansicht nach werde die Telemedizin dramatisch überschätzt. Sie sei nicht die Antwort auf die Versorgungsfragen, sondern nur ein Hilfsmittel. In Bezug auf die Notfallversorgung kündigte er an, dass die KVen daran arbeiten, über die Nummer 116117 künftig die Patienten zu lenken.

Darüber hinaus forderte der KBV-Chef ein „nachhaltiges Bekenntnis der Politik zu der Versorgungsform der Niedergelassenen“. Ein solches Bekenntnis habe die Politik längst abgegeben, erwiderte Gröhe der Ärzte Zeitung zufolge. Für den Fall eines CDU-Wahlsiegs – bei den Bundestagswahlen im September – kündigte der Minister weitere Unterstützung an.

Ärzte Zeitung vom 29. Juni 2017