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Die Kassenärztliche Bundesvereinigung in der Presse

FAZ zum Thema Medizinstudium: Ärzte fordern mehr Studienplätze

Ärzte sehen das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Medizinstudium als Anlass für Reformen und fordern die Politik zum Handeln auf, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet. Insbesondere die Zahl der Studienplätze solle künftig erhöht werden.

Der Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, plädierte laut Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) dafür, die Zahl der Studienplätze in der Humanmedizin um mindestens zehn Prozent auf 10.000 zu erhöhen. In dieser Position unterstütze ihn Rudolf Henke, Vorsitzender des Marburger Bundes. Henke sah einen Mehrbedarf an Studienplätzen als versorgungspolitisch geboten, da die Babyboomer-Generation der Ärzte in den kommenden 15 Jahren in Rente gehe, wie die FAZ berichtet. Für eine moderate Erhöhung der Studienplatz-Anzahl sprach sich hingegen Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, aus. Dies begründete er damit, dass die neuen Studierenden der Versorgung erst in frühestens zehn bis 20 Jahren zugute kommen werden.


Insgesamt schätzt die Ärzteschaft den Handlungsbedarf als dringlich ein, doch aus der Politik gibt es Gegenwind, schreibt die FAZ. Laut Albert Rupprecht, dem Sprecher der Union, ist es falsch, vom Bund pauschal mehr Geld für Studienplätze zu verlangen. Die Länder sollten diese Herausforderung auf eigene Kraft angehen. Bayern zum Beispiel wolle eine Landarztquote einführen, mit der fünf Prozent aller Medizinstudienplätze für jene Studierenden vorgehalten würden, die sich verpflichten, später in unterversorgten Regionen zu arbeiten. Solche Lockangebote lehnen sowohl die Krankenhausärzte als auch die KBV ab: Gassen betonte, dass es zwar wichtig sei, Studienplätze zu schaffen, diese aber nicht an weit in die Zukunft reichende Bedingungen geknüpft werden dürfen.


Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 20.12.2017