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Marketing

Die Praxiszeitung als Marketinginstrument

Eine einheitliches Corporate Design, eine Praxisbroschüre, Logo und Internetauftritt: Darüber verfügen mittlerweile viele Praxen und gewinnen darüber neue Patienten. Wenig genutzt wird derzeit noch ein anderes Marketinginstrument: die Praxiszeitung. Dabei lässt sich gerade mit ihr gezielt über die Angebote der Praxis informieren, das Leitbild vermitteln und die Praxisorganisation transparent machen.

Der Patient wird auf unterhaltsame Weise zum Insider – was die Bindung an die Praxis erhöht – und erfährt nebenher, welche zusätzlichen Angebote für ihn bereitstehen. Eine Praxiszeitschrift ist auch eine gute Methode, sich von anderen abzuheben und zu signalisieren, dass der Patient sich in einer besonderen Praxis befindet.

Allerdings ist eine solche Zeitschrift auch ein großes und vergleichsweise teures Projekt, denn: Wer eine solche Zeitschrift produziert, der sollte es richtig machen: Inhalt und Gestaltung sollten exzellent sein und dem Anspruch der gesamten Praxis entsprechen. Dass Farben Schriften und die übrige Gestaltung dem Corporate Design der Praxis entsprechen muss, ist da schon selbstverständlich.

Aber auch der Inhalt sollte so aktuell und spannend sein wie möglich. Bedenken Sie, dass die Praxiszeitung im Wartezimmer unmittelbar mit den übrigen dort ausliegenden Zeitungen und Zeitschriften konkurriert. Sie muss sich daher in Gestaltung und Inhalt abheben und einen Leseanreiz bieten.

Sinnvoll ist, vor der Konzeption der Praxiszeitung zu umreißen, für welche Patientengruppe das Angebot gedacht ist. Einfach ein neues Angebot für alle zu machen, ist nicht sinnvoll. Besser konzipiert man sie für jene, die vermehrt in die Praxis kommen sollen. Das erleichtert auch das Controlling nach einem oder zwei Jahren: „Haben wir mehr Patienten aus der Zielgruppe erreicht und an die Angebote der Praxis binden können?“ ist hier die entscheidende Frage.

Umfang und Inhalte

Die Zeitung sollte rund vier Seiten lang sein und mindestens drei- besser viermal pro Jahr erscheinen. Womit aber die Zeitung füllen? Neben einer Einleitung/Editorial des Praxisinhabers bietet sich eine Rubrik zu internen Abläufen in der Praxis an, außerdem sollte – Stichpunkt human interest – eine Mitarbeiterin/ein Mitarbeiter näher vorgestellt werden. Ein weiterer Beitrag sollte ein medizinisches Thema behandeln.

Häufig lohnt es sich, die Zeitung in einer höheren Auflage zu drucken – zum Beispiel unterscheiden sich die Kosten von 1.000 zu 1.500 oder 2.000 Exemplaren nicht wesentlich voneinander (rund 15 Prozent Mehrkosten). Die Praxis hat damit aber die Möglichkeit, Zeitschriften mit bestimmten Themenschwerpunkten zu sammeln und auch später einzelnen Patienten gezielt als Information mitzugeben.

Wenn eine neue Ausgabe der Zeitschrift erscheint, macht es Sinn, wenn die Mitarbeiterin am Empfang diese allen kommenden Patienten aushändigt. Auch wer im Wartezimmer nicht darin liest, hat dann trotzdem wahrgenommen, dass seine Praxis ein besonderes Angebot für Patienten schafft.