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Praxis-Website: Technik

Die wenigsten Ärzte gestalten ihre Praxishomepage selbst, sondern sie beauftragen damit eine Agentur. Aber auch dann können sich Fehler einschleichen, die der Laie nicht zu erkennen vermag. Ärzte sollten daher folgende Aspekte am besten schon während der Konzeptionsphase mit dem beauftragten IT-Unternehmen absprechen:

Navigation

Zunächst ist es wichtig, dass die Seite übersichtlich strukturiert ist und die Navigation fehlerfrei funktioniert. Links sollten als solche erkennbar sein. Sind filmähnliche Vor- und Abspanne in die Seite integriert, muss es möglich sein, diese zu überspringen, um dem Besucher der Seite unnötige Wartezeit zu ersparen.

Wichtig ist auch, dass die Seite nicht ausschließlich auf den aktuellsten Browsergenerationen, sondern auch auf älteren Versionen darstellbar ist. Verfügt der Rechner des Besuchers nicht über einen geeigneten Browser, muss eine Warnung erscheinen. Zusatzprogramme zum Browser des Benutzers, die bestimmte Sonderfunktionen ermöglichen – so genannten Plugins –, sollte man nur dort einsetzen wo es nicht vermeidbar ist. Wenn der Rechner des Besuchers nicht über ein aktuelles Plugin verfügt, sollte eine Warnung erscheinen.

Manche User verwenden aus sicherheitstechnischen Gründen ungern das so genannte Java-Script, daher sollte auf einer guten Internetseite immer eine alternative Browserdarstellung – eine Nur-Text-Version – zur Verfügung stehen.

Für das Betrachten mancher Inhalte kann ein kostenloser Download zusätzlicher Software erforderlich sein, zum Beispiel benötigt man einen PDF-Betrachter um Dateien im PDF-Format lesen zu können. In solchen Fällen sollte der Programmierer einen Link zur Seite des Anbieters setzen oder darüber informieren, wie und wo die Nutzer die Software herunterladen können.

Bietet der Arzt Dateien zum Download an, sollte er vorher über Dateigröße und die Ladezeiten informieren.

Funktionales Design

Das Medium Bildschirm erreicht aus technischen Gründen nicht dieselbe Schriftqualität, wie es auf Papier möglich ist. Leseschriften sind auf dem Bildschirm unter einer Auflösung von Zwölf-Punkt in der 100-Prozent-Darstellung problematisch zu lesen. Normale und dicke Schriftschnitte haben sich als günstiger erwiesen als kursive.

Bei der Auswahl der Schriften sollte man Standardsystemschriften wählen, um eine ähnliche Darstellung auf unterschiedlichen Betriebssystemen zu gewährleisten. Hat die Praxis bereits ein Corporate Design, so sind auf jeden Fall die dort definierten Schriftarten und Farben zu wählen.

Zugriff

Um keine zu langen Ladezeiten hervorzurufen, gilt als grober Richtwert: Eine einzelne Seite sollte eine Datenmenge von ungefähr 100 Kilobyte, inklusive Bildern, nicht überschreiten. Bei einem 56k-Modem sollten der Seitenaufbau nicht länger als zwölf Sekunden dauern und bei ISDN nicht länger als 5,25 Sekunden.

Bildschirmauflösung

Die Seite sollte für Darstellungen mit unterschiedlicher Bildschirmauflösung, möglichst auch auf mobilen Geräten, geeignet sein. Die am meisten verbreitete Darstellung von Webseiten liegt bei einer Breite von 1024 Pixeln.

Browserkompatibilität

Nicht alle Browser zeigen jede Internetseite fehlerfrei an. Das liegt daran, dass Browser den programmierten Quellcode einer Seite unterschiedlich interpretieren. Damit sich die Praxishomepage auf allen gängigen Browsern anzeigen lässt, sollte der Betreiber einen Test der Browserkompatibilität mit einem Onlinedienst wie Inforunner durchführen.

E-Mail

E-Mail-Korrespondenz ist ein wichtiges Element jeder Homepage. Um den Nutzern die Kommunikation zu erleichtern, sollte die E-Mail-Adresse als so genannter Mailto-Hyperlink aufbereitet sein. Beim Klick auf die E-Mail-Adresse öffnet sich dann sofort ein Fenster für das Versenden einer E-Mail.

Es sollte außerdem ein Hinweis existieren, der darüber informiert, wie oft der Arzt oder andere Fachleute die Mailbox abfragen und die Anfragen beantworten. Der Betreiber sollte allerdings darauf hinweisen, dass eine medizinische Beratung per E-Mail nicht möglich ist, sondern ausschließlich in der Sprechstunde erfolgen kann.

Der Arzt muss auf seiner Seite darauf verweisen, dass die Übermittlung von E-Mails in der Regel ungeschützt erfolgt, dass jedoch die Mitarbeiter der Praxis eingehende E-Mail-Anfragen vertraulich behandeln.

Aktualisierung

Auf den Seiten sollte möglichst immer das Datum der letzten Aktualisierung angegeben sein, damit der Besucher der Seite beurteilen kann, wie aktuell die Informationen der Seite sind.

Metadaten

Zusätzliche Angaben – so genannte Meta-Tags – im Programm-Quellcode informieren über die verwendete Programmiersprache, den Autor und anderes. An dieser Stelle finden sich auch so genannte Schlagwörter zu der Internetseite. Suchmaschinen wie Google suchen das Netz nach Dokumenten ab und orientieren sich dabei auch an den dort angegebenen Schlagwörtern. Fehlen diese, kann es vorkommen, das manche Suchmaschinen die Praxishomepage nicht finden. Die tatsächlichen Zugriffszahlen können so deutlich geringer ausfallen, als es möglich wäre.

Es gibt noch weitere Standards für Web-Dokumente, die in den Sprachen HTML und XHTML programmiert sind. Unter http://validator.w3.org/ kann der Betreiber überprüfen ob seine Seite diesen Standards entspricht.

Publizität

Um hohe Zugriffszahlen zu erreichen, sollte die Praxishomepage bei den wichtigsten Suchmaschinen angemeldet werden. Für eine gute Position im Suchmaschinenranking ist insbesondere die Verlinkung der Seite auf anderen Portalen relevant. Dafür bieten sich insbesondere die Arztsuchdienste der Kassenärztlichen Vereinigungen an.