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Prävention

Gesundheitsuntersuchung Check-up 35

Die Gesundheitsuntersuchung Check-up 35 wurde 1989 in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen. Art und Umfang der Untersuchung legt der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) der Ärzte und Krankenkassen fest.

Zum Check-up 35 gehören:

  • Anamnese
  • Klinische Untersuchung
  • Laboratoriumsuntersuchungen
  • Beratung 

Die Ergebnisse der Anamnese und der Untersuchung, ebenso wie aufgrund der Untersuchung veranlasste Maßnahmen werden auf einem Berichtsvordruck (Muster 30) dokumentiert.

Der Check-up 35 Schritt für Schritt

Die Anamnese

Die Gesundheitsuntersuchung beginnt mit der Anamnese. Sie befragen den Patienten zu Vorerkrankungen und Krankheiten von Familienmitgliedern sowie zu eventuellen Beschwerden.

Hierbei geht es insbesondere auch um die Erfassung des Risikoprofils des Patienten (beispielsweise Rauchen, Übergewicht, Stress, Bewegungsmangel).

Die klinische Untersuchung

Danach folgt eine Untersuchung, um den Ganzkörperstatus zu erheben. Sie umfasst:

  • Brustkorb
  • Bewegungsapparat
  • Lunge
  • Haut
  • Sinnesorgane
  • Muskeltonus
  • Gleichgewicht
  • Reflexe
  • Größe
  • Gewicht
  • das Messen von Blutdruck und Pulsfrequenz

Laboratoriumsuntersuchungen

Der Check-up 35 beinhaltet auch die Laboruntersuchungen von Urin- und Blutprobe (einschließlich Blutentnahme):

  • Blutuntersuchung auf:

    Gesamtcholesterin
    Glukose
  • Untersuchung des Urins (Harnstreifentest) auf:

    Eiweiß, Glukose, Erythrozyten, Leukozyten und Nitrit

Beratung

Abschließend informieren Sie den Patienten über das Ergebnis der Untersuchung und über sein individuelles Krankheitsrisiko und geben Hinweise, wie gesundheitsschädliche Verhaltensweisen vermieden werden können. Im Vordergrund sollte hierbei stehen, das Gesundheitsbewusstsein des Patienten zu wecken beziehungsweise zu unterstützen.

Sprechen Sie auch die Krebsfrüherkennungsuntersuchungen und eventuelle ausstehende Impfungen an. Sollten noch Impfungen notwendig sein, veranlassen Sie diese am Ende der Untersuchung oder vereinbaren Sie mit Ihrem Patienten einen Termin.

Bei Verdacht oder Diagnose einer Krankheit leiten Sie weiterführende Untersuchungen oder eine entsprechende Behandlung ein.

Vergütung

Die Gesundheitsuntersuchung wird ohne Mengenbegrenzung zum festen Preis honoriert. Die Vergütung erfolgt extrabudgetär.

Für die Abrechnung gibt es im EBM die Gebührenordnungsposition 01732. Diese darf von allen zugelassenen Allgemeinmedizinern, Hausarztinternisten und praktisch tätigen Ärzten abgerechnet werden.

Impfungen, die die Ständige Impfkommission des Robert Koch-Instituts empfiehlt und die deshalb in der Schutzimpfungs-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses aufgeführt sind, werden von allen gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Die Vergütung erfolgt ohne Mengenbegrenzung zum festen Preis und ebenfalls extrabudgetär.

Check-up 35 mit Krebsfrüherkennungsuntersuchung kombinieren

Führen Sie – wenn möglich – den Check-up 35 mit einer Untersuchung zur Früherkennung von Krebserkrankungen, beispielsweise von Hautkrebs, durch. In diesem Fall (Hautkrebs) können Sie die EBM-Ziffer 01732 mit der EBM-Ziffer 01746 kombinieren.