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Achtung: Brustkrebs! - Mammographie kann Leben retten

Zwei Jahre ist es jetzt her, dass Margarete Respondek die Einladung zu einer Routineuntersuchung des Mammographie-Screening-Programms bekam. Reine Routine war es dann allerdings doch nicht.
O-Ton Margarete Respondek: "Ich war im Mammobil und da wurde eine Mammographie gemacht. Die Untersuchung hat zehn Minuten gedauert und ich bin auch mit einer positiven Haltung da wieder raus gegangen. Weil ich gedacht habe, Brustkrebs betrifft mich nicht. Nach zwei Tagen habe ich nocheinmal ein Anschreiben bekommen vom Screeningzentrum, ich sollte mich doch noch vorstellen, weil ein unklarer Befund vorliegt. Dort wurde nocheinmal eine Mammographie gemacht und danach eine Sonographie und da wurde eigentlich dann ein Knoten festgestellt.
In meinem Fall war es so, dass der Knoten, obwohl der wirklich auch schon einen Zentimeter war, das ist ja nun nicht mehr ganz minimal, aber ich konnte ihn nicht ertasten und für mich war es einfach so, dass ich ganz schnell behandelt werden konnte, also innerhalb von ein paar Wochen ist die Behandlung losgegangen, und der Knoten war weg, und ich bin davon befreit. Und ich denke, je früher die Behandlung eingesetzt hat, desto besser für meine Gesundheit."“
Die Gefahr an Brustkrebs zu erkranken, steigt im Alter signifikant. Während von 100.000 Frauen unter 40 14 an Brustkrebs erkranken, sind es in der Altersgruppe der 60 bis 69 Jährigen mehr als 300 Frauen. Je früher erkannt, desto besser die Heilungschancen. Daher werden Frauen im Alter von 50 bis 69 alle zwei Jahre zur Mammographie eingeladen. Das ist die Altersgruppe, ...
O-Ton Dr. Karin Bock, Mammographie-Referenzzentrum Marburg: "...wo wir die meisten Brustkrebsfälle erwarten und den höchsten Vorteil durch Früherkennung sehen."“
In ländlichen Gegenden geschieht die Untersuchung in den sogenannten Mammobilen, die mobilen Screening-Einheiten mit den gleichen Standards wie in den städtischen Referenzzentren.
O-Ton Dr. Karin Bock: "Wir erkennen bösartige Erkrankungen sehr früh, in einer Phase, wo wir sie noch komplett heilen können. Und wenn wir einen Fall haben, bei dem wir den Verdacht haben, dass etwas Bösartiges vorliegen könnte, werden wir innerhalb dieser einen Woche der Frau eine Einladung aussprechen, um einen bösartigen Befund auszuschließen oder zu bestätigen. Ich denke dass man immer Angst, vor den Dingen hat, die man nicht versteht. Und je besser wir die Frau einbinden, auch auf dem Niveau, das die Frau versteht, auch mit den Begrifflichkeiten, die sie umsetzen kann, umso besser kann man mit ihr zusammen auch Pläne erarbeiten, wie man weiter vorgehen wird, und ich glaube, dass das auch ein Erfolg des Screenings ist, dass der Umgang mit der Frau auch einer sein muss, der möglichst fast auf Augenhöhe erfolgen sollte."“

O-Ton Margarete Respondek:„"Ich muss sagen, ich war auch in der onkologischen Praxis, die auch meine Chemotherapie durchgeführt hat, immer gut aufgehoben, mir wurde erzählt, was laufen wird. Also, es waren vier Chemotherapien. Ich hab immer gedacht, das kannst Du gut vertragen und das schaffst Du auch."“
Ein wichtiger Aspekt im Heilungsprozess: Die Einbindung der Frauenärzte in die Nachsorge.
O-Ton Dr. Karin Bock: "Es hat sich natürlich ganz schnell gezeigt, dass wir ohne die behandelnden Ärzte nichts machen können. Wir haben so weit verankert, in unseren Vorgaben, dass die entsprechend behandelnden Ärzte, im Rahmen der Abklärungsdiagnostik sobald uns Befunde vorliegen, die auch mitgeteilt bekommen, damit sie mit ihrer Patientin auch weiter planen können und sie betreuen können."“
O-Ton Margarete Respondek. "Nach der Chemotherapie wurde meine Gynäkologin wieder eingebunden in die Behandlung. Die Frauenärztin steht voll auf meiner Seite und unterstützt mich in jeder Weise, so das ich an der Mamographie auch teilnehme."
Heute muss Frau Respondek alle drei Monate zu ihrer Frauenärztin zur Kontrolle.
O-Ton Margarete Respondek:„"Ich fühl ich heute so gut, als hätte ich nie irgendwas durchlaufen."“

Margarete Respondek wird zum Mammographie-Screening eingeladen - und fühlt sich gesund. Von dem Tumor in ihrer Brust weiß sie da noch nichts. Denn er war so klein, dass man ihn nicht ertasten konnte. Durch das Screening wurde der Knoten aber rechtzeitig entdeckt. Für Margarete Respondek war das ein großes Glück. Während der Therapie blieb ihre Gynäkologin weiterhin eine wichtige Ansprechpartnerin und ist es noch heute.

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