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Ärztlicher Bereitschaftsdienst

O-Töne Jürgen Sadowski und Patientin:
- Guten Tag, Sadowski ärztlicher Bereitschaftsdienst. Und, wie geht´s Ihnen?
- Schlecht.
- Gut, ich komme mal rein.
- Wenn ich hier klopfe tut das weh? Und da auch nicht, aber insgesamt die
Rückenpartie tut weh?
- Die Flanken hier.
- Das sind die großen Rückenmuskeln. Wissen sie was das wahrscheinlich ist? Eine richtige Grippe.
In diesen Tagen ein typischer Fall für Jürgen Sadowski vom ärztlichen Bereitschaftsdienst. Die Patientin klagt über Fieber und Schwindelgefühle, schafft es aus eigener Kraft nicht in die Praxis.
O-Ton Patientin: "Weil ich nicht in der Lage bin alleine irgendwo hinzufahren, wenn es nicht so schlimm wäre, würde ich ins Auto springen und in die Rettungsstelle fahren, aber ich schaffe es nicht."
Genau für solche Fälle gibt es den ärztlichen Bereitschaftsdienst: finanziert durch die Krankenkassen und organisiert von den KVen. So stellen Niedergelassene rund um die Uhr flächendeckend die medizinische Versorgung sicher.
O-Ton Jürgen Sadowski, Hausarzt in Brandenburg: "Der Regelfall sind einfache Befindlichkeitsstörungen, einfache Erkrankungen und da braucht der Patient Hilfe und manchmal nur Beratung, manchmal eben auch ein Formular wie eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung. Es ist viel mehr sozialmedizinisches als die wirklich harten Dinge."
Außerhalb der Sprechstunden leistet Sadowski ein bis zwei Mal im Monat seinen Bereitschaftsdienst. Dann ist er zuständig für etwa 35.000 Menschen stets erreichbar; auch nachts und am Wochenende.
O-Ton Jürgen Sadowski, Hausarzt in Brandenburg: "Das ist keine Frage von, mache ich gerne oder nicht, sondern das ist einfach das was ich tun muss. Das gehört zu meinen ganz normalen Pflichten als Hausarzt."
Pro Jahr werden bundesweit fast vier Millionen Patienten durch den ärztlichen Bereitschaftsdienst zu Hause versorgt.
O-Ton Patientin: "Ich komm nicht zum Arzt, wenn man niemanden hat, der einen eben hinfährt und man selber nicht laufen kann, draußen ist es glatt, wie soll das gehen?"
Noch ein paar Tipps für das verletzte Sprunggelenk und schon ruft der nächste Patient an. Diesmal geht´s zum nahe gelegenen Pflegeheim. Eine 84 Jahre alte Frau hat die Nummer des Bereitschaftsdienstes gewählt.
O-Töne Arzt und Patientin:
- Das fing an, das war hier so ganz stramm, ganz fest.
- Ganz stramm in der Brust. Und wann war das?
- Das muss so um vier gewesen sein.
- Heute Nacht um vier und dann wurde es Ihnen besser, dann war das nicht mehr so
eng in der Brust?
- Bloß der Schwindel ist immer noch da.
Zwanzig Jahre ist er nun schon Hausarzt. Und macht noch immer regelmäßig Fortbildungen für den Bereitschaftsdienst:
O-Ton Jürgen Sadowski, Hausarzt in Brandenburg: "Der Blutdruck ist jetzt 140:70; der Puls ist ungefähr bei 80 und ist ganz regelmäßig. Ich denke, wir müssen uns keine Sorgen machen. Ich schicke ihren Hausarzt morgen nochmal vorbei. Und schön vorsichtig sein: Wegen des Schwindels könnten sie leichter fallen."
Wird es lebensbedrohlich, ruft Sadowski umgehend den Rettungsdienst. Bei allen anderen Fällen kann er sich auf seine Erfahrung verlassen und seine Patienten können es auch.
O-Ton Jürgen Sadowski, Hausarzt in Brandenburg: "Die Kollegen in der Klinik, die jungen Kollegen vor allen Dingen, die Assistenzärzte, sind natürlich deutlich besser in der Notfallversorgung, weil sie das tagtäglich üben und lernen und auch gut beherrschen. Aber für uns ambulant niedergelassene Ärzte ist die Bereitschaftsdienstversorgung, denke ich: Da kriegen Sie den richtigen Spezialisten für die richtige Frage."
Und diese Spezialisten sind nur einen Anruf entfernt.

Ein Anruf genügt und die Sprechzeiten werden mobil - auch nachts und an den Wochenenden. Die niedergelassenen Ärzte versorgen so rund um die Uhr Patienten zuhause. Einer von ihnen ist Jürgen Sadowski: Für den Hausarzt in Brandenburg gehört der Bereitschaftsdienst ganz selbstverständlich zu seinem Job.

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